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Europäische Union schickt fünf Millionen Euro Soforthilfe und aktiviert Copernicus-Satellitensystem – Wettlauf gegen die Zeit im Katastrophengebiet – Katastrophenschutz teilt Schadensgebiet in zwei Sektoren – Deutsches THW übernimmt die Leitung für...
Zahl der Toten in Venezuela steigt offiziell auf 1430 – Mehr als 3200 Verletzte und rund 50.000 Vermisste nach Erdbeben-Katastrophe
29.06.26, 00:31 Uhr
Datum: Montag, 29. Juni 2026
Ort: Caracas, Venezuela, Welt
(jb) Nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer offiziell auf 1430 gestiegen. Zudem gibt es mehr als 3200 Verletzte, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Etwa 50 000 Menschen gelten als vermisst. Die Europäische Union stellt fünf Millionen Euro Soforthilfe bereit, aktivierte den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus zur Koordinierung grenzüberschreitender Hilfe und unterstützt die Retter über das Satellitensystem Copernicus. Im Katastrophengebiet läuft derweil ein Wettlauf gegen die Zeit. Knapp 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind in Caracas eingetroffen. Die internationale Einsatzleitung hat das Schadensgebiet inzwischen in zwei Sektoren aufgeteilt – einer wird von Einsatzkräften aus den USA geführt, der zweite steht unter der Leitung des THW. Ebenfalls im Einsatz ist das vom Auswärtigen Amt finanzierte, 26-köpfige Light-USAR-Team der deutschen Hilfsorganisation @fire mit drei Rettungshunden. Das Team führte in zwei zugewiesenen Sektoren systematische Erkundungen zur Bewertung eingestürzter Gebäude und Priorisierung der Einsatzstellen durch. Erste gezielte Such- und Ortungsmaßnahmen mit Rettungshunden und technischem Gerät an zwei konkreten Objekten brachten jedoch keine positiven Hinweise auf Überlebende. Ein Trupp wurde im Anschluss zu einer neuen Einsatzstelle entsandt.
Rund 200 m² Waldboden stehen in Flammen - Feuerwehr kann Waldbrand mit mehreren Löschrohren bekämpfen und weitere Ausbreitung verhindern
Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen
28.06.26, 23:58 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 21:00 Uhr
Ort: Stutensee, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg
(jb) Ein Waldbrand hat am Sonntagabend einen Feuerwehreinsatz in Stutensee-Blankenloch im Landkreis Karlsruhe ausgelöst.
Gegen 21 Uhr wurde die Feuerwehr in die Eggensteiner Straße auf Höhe des Tennisvereins alarmiert, nachdem dort ein Feuer im Wald entdeckt worden war.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannten rund 200 Quadratmeter Waldboden. Die Feuerwehr ging mit mehreren Rohren gegen die Flammen vor und konnte den Brand zügig unter Kontrolle bringen sowie vollständig löschen. Durch das schnelle Eingreifen wurde eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Auch eine vorsätzliche Brandstiftung kann nach bisherigen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern an.
Männliche Person geht beim Baden plötzlich unter - großes Aufgebot von Feuerwehr und DLRG sucht mit Booten und Tauchern den Baggersee ab - Seelsorger betreuen Augenzeugen
Suche dauert am Abend an - Baggersee wurde abgesperrt - Badegäste blockieren Rettungswege
28.06.26, 19:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 17:00 Uhr
Ort: Kehl, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
(th) An einem Baggersee bei Kehl/Kork wird seit dem Nachmittag ein junger Mann vermisst. Bereits im Laufe des Tages war der Schwimmer mehrmals auf dem dortigen Schwimmbagger und im Wasser gesehen worden.
Als er gegen 16.30 Uhr erneut ins Wasser sprang, war er nach Angaben eines Begleiters kurz aufgetaucht, hat um Hilfe gerufen und ist dann untergegangen. Der Begleiter hat danach mehrfach versucht seinen Freund herauszuziehen und über Wasser zu halten, was ihm allerdings nicht gelang. Mehrere Badegäste, die sich im Umfeld aufhielten, versuchten noch dem Ersthelfer bei seinem Rettungsversuch zu Hilfe zu kommen.
Parallel wurden die Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, dem DLRG und DRK sowie in Nachgang das Kriseninterventionsteam alarmiert. Die Anfahrt wurde den eintreffenden Einsatzkräften aufgrund der Parksituation im dortigen Bereich erschwert, bevor sie mit der Suchaktion nach dem 28-jährigen Schwimmer beginnen konnten. Mehrere Taucher der Kehler Feuerwehr und des DLRG versuchten auch mit Unterstützung eines Sonargerätes bei mehreren Tauchgängen den untergegangenen Mann zu finden. Der Bereich bis 30 Meter Wassertiefe wurde mehrmals durch die Spezialisten abgesucht und führte nicht zum Auffinden des Mannes.
Nach ersten Erkenntnissen soll die Wassertiefe im dortigen Bereich an manchen Stellen über 40 Meter betragen, weshalb die Suche im Baggersee mittlerweile unterbrochen wurde. Bislang gibt es keine Spur von dem Vermissten. Im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wird unter anderem der Einsatz von Polizeitauchern geprüft.
Dramatische Szenen an Kiesgrube – Mehrere Kinder bei Jugendfeuerwehr-Camp kollabiert – Großeinsatz für Retter – MANV-Alarm ausgelöst
Großeinsatz in Eilenburg – Hitzewelle trifft Zeltlager
28.06.26, 16:58 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 11:45 Uhr
Ort: Eilenburg, Landkreis Nordsachsen, Sachsen
(th) Bei einem Zeltlager der Jugendfeuerwehr an der Kiesgrube erlitten mehrere Kinder hitzebedingt Kreislaufprobleme. Acht von ihnen mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Der Notruf ging gegen 11:45 Uhr ein.
Der Rettungsdienst Nordsachsen war im Einsatz. Es wurde ein MANV ("Massenanfall an Verletzten") ausgelöst. Auch die Schnell-Einsatz-Gruppen aus Taucha und Eilenburg eilten zum Ort. Die Kinder klagten vor Ort über massive Kreislaufbeschwerden. Helfer leisteten umgehend erste Hilfe bei den jungen Teilnehmern. Acht Kinder wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die große Hitze hatte die Situation ausgelöst.
Großeinsatz am Sonntagmittag – Brand im 10. Stock eines Hochhauses fordert Feuerwehr und Rettungsdienst – 80 Bewohner evakuiert
28.06.26, 16:52 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 16:52 Uhr
Ort: Eileniburg, Landkreis Nordsachsen, Sachsen
(th) Ein Feuer in einem Pflegeheim hat am Sonntag einen Großeinsatz ausgelöst. Der Brand brach gegen 12:50 Uhr in der Torgauer Landstraße aus. Flammen schlugen aus dem 10. Obergeschoss eines Hochhauses. Rund 80 Personen wurden vom Rettungsdienst betreut. Vier kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt die Ursache.
Der Alarm rief zahlreiche Kräfte auf den Plan. Feuerwehren aus Eilenburg und Schnelle Einsatzgruppen aus Eilenburg und Taucha eilten zum Ort. Die Einsatzstelle befand sich in einem weithin sichtbaren Hochhaus. Der Brandherd lag im zehnten von insgesamt elf Stockwerken. Dies stellte für die Retter eine besondere Herausforderung dar.
Die Evakuierung der teils bettlägerigen Bewohner hatte oberste Priorität. Helfer brachten rund 80 Menschen aus dem Gefahrenbereich. Der Rettungsdienst kümmerte sich um alle Betroffenen. Viele standen unter Schock. Vier Personen wurden zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht. Sie hatten vermutlich Rauchgase eingeatmet.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Bereiche wurde verhindert. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die meisten Bewohner zurück. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt. Spezialisten suchen nun nach der genauen Ursache für das Feuer.
Zusätzliche Rettungswagen, Notärzte und Löschfahrzeuge unterstützen im Stadtgebiet – Feuerwehr berichtet von mehreren lebensgefährlichen Überhitzungen in Wohnungen - DRK richtet Strukturen an Klinik-Notaufnahme - Messe wird zur Kälteinsel
Sieben Menschen innerhalb von 24 Stunden bewusstlos aufgefunden – viele Fälle offenbar in Dachgeschosswohnungen – ein Patient muss reanimiert werden
28.06.26, 14:42 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 15 Uhr
Ort: Köln, Nordrhein-Westfalen
(sg) Die anhaltende Hitze setzt den Rettungsdienst in Köln massiv unter Druck. Nach Angaben der Feuerwehr fährt der Rettungsdienst aktuell an der Belastungsgrenze. Neben zahlreichen zusätzlichen Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen unterstützen inzwischen auch Löschfahrzeuge den Rettungsdienst im Stadtgebiet. Hintergrund ist, dass die Feuerwehrleute mindestens als Rettungssanitäter ausgebildet sind, viele von ihnen auch als Notfallsanitäter.
Besonders dramatisch ist die Lage bei medizinischen Notfällen im Zusammenhang mit Überhitzung. Innerhalb von 24 Stunden seien sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen aufgefunden worden, häufig in Dachgeschosswohnungen. Ursache sei in mehreren Fällen Hyperthermie, also eine gefährliche Überhitzung des Körpers, gewesen. Ein Mensch sei reanimationspflichtig gewesen. Nach Angaben der Feuerwehr seien auch Menschen ohne bekannte Vorerkrankungen betroffen gewesen, darunter Personen, die fit und mitten im Leben standen. In einem Fall sei eine Körpertemperatur von 42 Grad gemessen worden.
Die Einsatzkräfte appellieren daher eindringlich an die Bevölkerung, die Hitzelage ernst zu nehmen, ausreichend zu trinken, direkte Sonne zu meiden und besonders auf ältere, alleinlebende oder gesundheitlich geschwächte Menschen zu achten. Nach Tagen ohne spürbare Erholung komme der Körper zunehmend an seine Grenzen.
An der Notaufnahme der Kliniken Köln sind auf den Bildern zusätzliche Strukturen zu sehen. Dort wurden unter anderem DRK-Zelte, mobile Einheiten und abgesperrte Bereiche eingerichtet. Rettungswagen und Katastrophenschutzfahrzeuge stehen vor der Notaufnahme bereit. Hinweisschilder zeigen gesperrte Zugänge und eine gesperrte Fahrzeughalle. Die Maßnahmen deuten auf eine deutliche Entlastungs- und Organisationsstruktur für den laufenden Rettungsdienst- und Klinikbetrieb hin.
Berliner Feuerwehr sorgt bei Hitze für Abkühlung für Jung und Alt am am Rodelberg in Staaken - Tanklöschfahrzeuge und Wasserwerfer im Einsatz - Polizei-Wasserwerfer am Olympiastadion sorgen für Abkühlung für tausende Bruno-Mars-Konzert-Besucher
Kinder und Erwachsene nutzen die willkommene Erfrischung bei Temperaturen um 40 Grad
28.06.26, 14:30 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 14:30 Uhr
Ort: Berlin
(sg) Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 40 Grad hat die Berliner Feuerwehr am Sonntag in Berlin-Staaken für eine besondere Abkühlung gesorgt. Am örtlichen Rodelberg rückten Einsatzkräfte mit Tanklöschfahrzeugen und Wasserwerfern an, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine Erfrischung zu verschaffen.
Mit kräftigen Wasserfontänen sorgten die Feuerwehrleute auf der Grünfläche für Abkühlung. Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit, um sich bei der extremen Hitze nass spritzen zu lassen. Vor allem Kinder hatten sichtlich Spaß an der ungewöhnlichen Aktion und liefen immer wieder durch den Wassernebel.
Die Feuerwehr verband die Aktion zugleich mit sichtbarer Präsenz im Stadtteil. Während andernorts die Hitze für belastende Bedingungen sorgte, wurde der Rodelberg in Staaken kurzzeitig zu einem Treffpunkt für alle, die eine Abkühlung suchten.
Auch die Wasserwerfer der Polizei waren nach dem erfolgreichen Kühleinsatz am Brandenburger Tor am Samstag heute wieder im Einsatz. Am Olympiastadion ging es diesmal nicht darum, randalierende Auswärtsfans zu bändigen, sondern die Berliner Bevölkerung mit den riesigen blaunen ungetümen ein wenig von der Hitze zu erlösen, die in Berlin heute wieder die 40-Grad-Marke erreichte. Tausende Besucher des heute Abend im Olympiastadion stattfindenden Konzerts von Bruno Mars nutzten dankbar den feinen Wassernebel, um sich in der prallen Sonne wenigstens ein wenig Erleichterung zu verschaffen.
Für Berlin und Brandenburg wurden am Sonntag erneut sehr hohe Temperaturen erwartet. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen sollten bei der Hitze ausreichend trinken, körperliche Anstrengungen vermeiden und direkte Sonne möglichst meiden.
Waldbrand breitet sich im Bereich Görzke/Dahlen weiter aus - Landwirte unterstützen Löscharbeiten mit schwerer Technik - Feuerwehreinheiten aus der gesamten Region zusammengezogen
Brand wütet bereits seit Samstag in dem Gebiet - Waldbrandgefahr in Brandenburg generell weiter hoch
28.06.26, 14:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 14:20 Uhr
Ort: Görzke, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(sg) Bei extremer Hitze kämpfen seit Samstag dutzende Einsatzkräfte gegen einen größeren Wald- und Feldbrand bei Görzke im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Im Bereich Görzke/Dahlen stehen nach bisherigen Informationen rund 100 Hektar Wald- und Ackerfläche in Brand.
Die Löscharbeiten laufen unter äußerst schwierigen Bedingungen. Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad müssen die Feuerwehrkräfte gegen Flammen, starke Hitze und trockene Vegetation ankämpfen. Unterstützt werden sie dabei auch von Landwirten aus der Region, die mit landwirtschaftlicher Technik helfen und die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen.
Das Feuer erfasste sowohl Ackerflächen als auch angrenzenden Wald. Gerade durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen besteht die Gefahr, dass sich Flammen rasch weiter ausbreiten oder Glutnester erneut aufflammen. Die Feuerwehr ist weiter im Großeinsatz, um die betroffenen Bereiche abzulöschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Waldbrand bedroht inzwischen Ortschaft - Explosionen im Einsatzbereich stoppen direkte Löscharbeiten - über 650 Bewohner aus Traisen evakuiert
Aktuelle Bilder vom Sonntag - Rund 300 Kräfte im Einsatz – Schneisen und Wasserwerfer sollen Ausbreitung verhindern – Notunterkunft in Roxheim eingerichtet
28.06.26, 14:11 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 14 Uhr
Ort: Rotenfels bei Traisen, Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
(sg) Am Rotenfels bei Traisen im Landkreis Bad Kreuznach läuft seit Samstagnachmittag ein großer Waldbrandeinsatz. In einem schwer zugänglichen Steilhang nahe des Fernsehturms war gegen 14:30 Uhr ein Feuer ausgebrochen, das sich in der Nacht weiter ausbreitete. Nach aktueller Einschätzung sind rund drei Hektar Wald betroffen. Der Brand gilt inzwischen als außer Kontrolle.
Besonders brisant ist die Lage, weil sich der Brand in einem Kampfmittelgefahrengebiet befindet. Im Einsatzbereich kam es nach bisherigen Angaben zu mehreren Explosionen. Die Feuerwehr musste deshalb direkte Löscharbeiten im betroffenen Abschnitt abbrechen und sich aus dem Gefahrenbereich zurückziehen. Der Brandherd kann derzeit nicht betreten werden; die Einsatzkräfte versuchen, die Flammen aus sicherer Entfernung einzudämmen.
Inzwischen sind rund 300 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen, vom Landeskatastrophenschutz sowie spezialisierte Kräfte im Einsatz. Unterstützung kommt auch aus Hessen. Mit Schneisen, Wasserwerfern und Löschmaßnahmen aus sicherem Abstand soll verhindert werden, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Bereits zuvor war auch ein Polizeihubschrauber für Löschwasserabwürfe eingesetzt worden. Die Wasserversorgung erfolgt unter anderem über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sowie über Wasserentnahmestellen in der Umgebung.
In der Nacht hatte die Kreisverwaltung zunächst Teile von Traisen räumen lassen. Betroffen waren mehrere Straßen im nördlichen Ortsteil innerhalb eines Ein-Kilometer-Radius um das Kampfmittelgefahrengebiet. Am Sonntag wurde die Evakuierung nach aktueller Lage auf den gesamten Ort Traisen ausgeweitet. Rund 650 Menschen sind davon betroffen. Eine unmittelbare Gefahr für Gebäude wurde zunächst nicht gemeldet; die Maßnahme dient vor allem dem Schutz vor Rauch, Brandgasen sowie möglichen Explosionen und Splittern.
Als Notunterkunft wurde die Birkenberghalle in Roxheim eingerichtet. Dort werden Betroffene betreut und versorgt. Für ältere und gebrechliche Menschen, Mütter mit kleinen Kindern sowie Menschen mit Beeinträchtigungen wurden nach Angaben der Behörden zusätzlich Hotelzimmer organisiert.
Die Bevölkerung wurde über KATWARN informiert. Anwohnerinnen und Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten, sich von Rauch und Brandgasen fernhalten, das Brandgebiet weiträumig meiden und Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungskräfte freihalten. Verletzte wurden bislang nicht bekannt.
Die Lage bleibt angespannt. Trockenheit, Hitze, das steile Gelände und die mögliche Altmunition erschweren die Löscharbeiten erheblich. Nach Einschätzung der Einsatzleitung kann der Brand im inneren Gefahrenbereich nicht direkt bekämpft werden; dort muss das Feuer unter Kontrolle beobachtet werden, während die Einsatzkräfte ein weiteres Übergreifen verhindern.
Sommerwetter zeigt auf der Nordseeinsel seine wechselhafte Seite – Dunkle Wolken ziehen am Samstagabend über Strand und Meer – Am Sonntag ist es wieder heiß, viele Menschen suchen Abkühlung am Wasser
Dunkle Wolken ziehen über Strand, Dünen und Nordsee - DWD warnt weiter vor starker Wärmebelastung auch auf den Ostfriesischen Inseln
28.06.26, 13:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 13 Uhr
Ort: Norderney, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(sg) Erst Gewitterstimmung am Abend, dann wieder Strandwetter am Tag danach: Auf Norderney hat sich das Sommerwetter am Wochenende von seiner wechselhaften Seite gezeigt. Am Samstagabend zogen dunkle Wolken über die Nordseeinsel, über Strand, Dünen und Meer war eine deutlich sichtbare Gewitterfront zu sehen. Zeitweise verdunkelte sich der Himmel, während über der Nordsee später rötliches Abendlicht zu sehen war.
Am Sonntag zeigte sich die Lage bereits wieder deutlich sommerlicher. Bei warmem Wetter waren zahlreiche Menschen am Strand und auf der Promenade unterwegs. Strandkörbe waren besetzt, Badegäste hielten sich am Wasser auf, Spaziergänger nutzten die Promenade. Trotz der zwischenzeitlichen Gewitterlage blieb der touristische Betrieb auf der Insel sichtbar normal.
Der Deutsche Wetterdienst warnt unterdessen weiter vor starker Wärmebelastung. Nach der schwül-warmen Wetterlage am Samstag bleibt auch am Sonntag erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen sollten direkte Sonne meiden, ausreichend trinken und körperliche Anstrengungen in der Mittagshitze reduzieren. Größere Schäden oder verletzte Personen sind nach bisherigem Stand nicht bekannt.
POL-H: Öffentlichkeitsfahndung: 42-Jährige aus Hannover-Stöcken vermisst - Wer hat die Frau gesehen?
Feuer greift von Fahrzeugen auf historisches Gebäude über - Flammen erfassen Fassade und fressen sich bis in den Dachstuhl – meterhohe Flammen breiten sich auf rund 80 Meter Länge aus – über 150 Einsatzkräfte im kräftezehrenden Einsatz bei tropischen...
Feuerwehrmann kollabiert in Schutzkleidung – Bevölkerung über KATWARN vor Rauch gewarnt – Jobcenter bleibt nach Brand geschlossen
28.06.26, 07:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 02:30 Uhr
Ort: Saarlouis, Saarland
(sg) Ein verheerender Brand hat in der Nacht zu Sonntag ein historisches Gebäude in der Innenstadt von Saarlouis schwer beschädigt. Das Feuer war gegen 2:30 Uhr zunächst als Fahrzeugbrand an der Ludwig-Karl-Balzer-Allee gemeldet worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen jedoch bereits zwei Fahrzeuge in Vollbrand. Die Flammen hatten auf die Fassade des angrenzenden Gebäudes übergegriffen und breiteten sich rasch bis in den Dachstuhl aus.
Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurden umgehend weitere Kräfte nachalarmiert. Der Dachstuhlbrand dehnte sich nach Angaben der Feuerwehr auf eine Länge von rund 80 Metern aus. Mit einer Riegelstellung konnte verhindert werden, dass die Flammen noch weiter auf angrenzende Gebäudeteile übergreifen. Im Einsatz waren mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis Saarlouis sowie insgesamt drei Drehleitern. Zusätzlich wurde der Brand auch von einem benachbarten Parkhaus aus mit Strahlrohren bekämpft. Nach rund zwei Stunden konnte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle bringen.
Für die rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war der Einsatz besonders kräftezehrend. In der Nacht herrschten noch sommerliche Temperaturen von etwa 25 Grad. Ein Feuerwehrmann kollabierte in seiner schweren Schutzkleidung und musste vom Rettungsdienst vor Ort versorgt werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Innenstadtbereich über KATWARN aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Das betroffene Gebäude hat eine lange Geschichte. Anfang des 19. Jahrhunderts war dort die „Türkische Tabak- und Cigarettenfabrik Jyldis“ ansässig. Heute befinden sich in dem Komplex unter anderem das Jobcenter des Landkreises Saarlouis, Teile der Diakonie, das Streetwork-Team des Landkreises sowie das Projekt „Startbahn 25“ zur Berufsvorbereitung junger Menschen. Das Jobcenter bleibt aufgrund der Brandschäden ab Montag zunächst geschlossen. Eines der ausgebrannten Fahrzeuge gehörte nach ersten Informationen dem Streetwork-Team.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Brandermittler sollen den Einsatzort umfangreich untersuchen. Dabei wird auch geprüft, ob Brandstiftung in Betracht kommt. Ein besonderes Augenmerk liegt nach ersten Angaben auf der Auswertung von Überwachungskameras am Gebäude. Die Feuerwehr rechnete noch bis in die Vormittagsstunden mit Nachlöscharbeiten.
Krefelder Feuerwehr rückt nach massiven Gewittersturmböen zu mehreren Einsätzen aus – großer Ast stürzt in Viersen-Dülken auf Wohnhaus
Berufsfeuerwehr Krefeld arbeitet acht Einsätze ab – Auch im Kreis Viersen mehrere kleinere Sturmeinsätze – In Dülken trifft ein großer Ast ein Wohnhaus – Niemand verletzt
28.06.26, 07:31 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 04 Uhr
Ort: Krefeld / Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen
(sg) In der Nacht zu Sonntag sind am Niederrhein teils schwere Sturmböen über die Region gezogen. Zwischen etwa 2 und 4 Uhr kam es vor allem zu Astbrüchen auf Gehwegen, Radwegen und Straßen. In Krefeld musste die Feuerwehr nach Angaben der Einsatzkräfte zu insgesamt acht sturmbedingten Einsätzen ausrücken.
Im Bereich Kempener Feld an der Kempener Allee blockierten abgebrochene Äste unter anderem einen Gehweg. Die Berufsfeuerwehr rückte an, zerteilte die Äste mit einer Kettensäge und räumte die Wege und Fahrbahnbereiche wieder frei. Die Einsätze konnten nach ersten Informationen rasch abgearbeitet werden.
Auch im Kreis Viersen sorgte das Unwetter in mehreren Städten und Gemeinden für kleinere Feuerwehreinsätze. In Viersen-Dülken stürzte ein großer Ast auf ein Wohnhaus. Feuerwehr und Einsatzkräfte kontrollierten die Lage vor Ort, der betroffene Bereich wurde ausgeleuchtet. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.
Erneut Messer-Vorfall im Kreis Viersen – Einsatzkräfte rücken mit Großaufgebot zu landwirtschaftlichem Betrieb im Ortsteil St. Tönis aus – Auseinandersetzung zwischen Erntehelfern endet blutig
Verletzungsbild des Opfers zunächst unklar – Hintergründe noch unbekannt – Ermittlungen dauern an
28.06.26, 7:00 Uhr
Datum: Samstag, 27. Juni 2026, 23 Uhr
Ort: Tönisvorst-St. Tönis, Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen
(sg) Im Kreis Viersen ist es am späten Samstagabend erneut zu einem Messer-Vorfall im Umfeld von Erntehelfern gekommen. Gegen 23 Uhr rückte die Polizei zu einem Hof im Tönisvorster Ortsteil St. Tönis aus. Nach ersten Informationen war dort ein Streit unter Erntehelfern eskaliert, wobei offenbar auch ein Messer eingesetzt wurde.
Wie schwer das Opfer verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt. Ein mutmaßlicher Tatverdächtiger konnte nach ersten Angaben noch vor Ort festgenommen werden. Einsatzkräfte sicherten das Gelände des landwirtschaftlichen Betriebs, mehrere Polizeifahrzeuge standen in der Nacht auf dem Hofgelände und an der Zufahrt.
Über die Hintergründe der Auseinandersetzung lagen zunächst keine weiteren Informationen vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bereits in diesem Jahr hatte es im Kreis Viersen in Nettetal zwei Messerangriffe im Umfeld von Erntehelfern gegeben, einer davon mit tödlichem Ausgang.
Rock‘n‘Roll Open Air in der Krummhörn wird vorsorglich angebrochen - Scheune nach Blitzeinschlag in Brand - Starkregen und Hagel sorgen in Westerholt für überflutete Straßen
Hunderte Besucher müssen Festivalgelände verlassen und sich in Autos in Sicherheit bringen – Blitze über Festivalgelände und am Pilsumer Leuchtturm
28.06.26, 07:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 07 Uhr
Ort: Krummhörn, Landkreis Aurich / Südbrookmerland, Landkreis Aurich / Westerholt, Landkreis Wittmund / Südbrookmerland, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(sg) Schwere Gewitter haben in der Nacht zu Sonntag Ostfriesland getroffen und vielerorts für Probleme gesorgt. In Manslagt/Pilsum in der Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich musste das Rock‘n‘Roll Open Air Festival wegen der drohenden Unwetterlage abgesagt werden. Ab dem späten Abend waren schwere Gewitter angekündigt, kurz darauf zog die Gewitterfront tatsächlich über die Region hinweg.
Die Veranstalter forderten hunderte Feiernde auf, das Gelände zu verlassen oder sich in ihren Fahrzeugen in Sicherheit zu bringen. Bilder zeigen unter anderem dunkle Gewitterwolken über dem Pilsumer Leuchtturm, Blitze bei der Anfahrt zum Festivalgelände sowie spektakuläre Entladungen über der Umgebung. Das Festivalgelände war nach dem Abbruch weitgehend geräumt, die Bühne wurde noch in der Nacht abgebaut.
In Moordorf in der Gemeinde Südbrookmerland kam es während des Unwetters offenbar zu einem Blitzeinschlag in eine Scheune. Nach Angaben eines Bewohners befanden sich darin lediglich Werkzeuge und Heureste, eine Selbstentzündung schloss er deshalb aus. Nachbarn berichteten von einem lauten Knall, kurz darauf sei ein Knistern im Dach zu hören gewesen.
Auch im Landkreis Wittmund sorgte das Unwetter für Probleme. In Westerholt gingen Starkregen und Hagel nieder, Straßen standen zeitweise unter Wasser. Feuerwehrfahrzeuge und Autos mussten durch die Überflutung fahren, während immer wieder Blitze am Himmel zu sehen waren.
Bis zum Morgen zogen weitere Gewitterzellen mit Starkregen und Sturmböen über Ostfriesland. In Südbrookmerland im Landkreis Aurich stürzten mehrere Bäume um und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden.
Blitze im Sekundentakt über Wilhelmshaven - Böen entwurzeln zahlreiche Bäume - Feuerwehr muss mehrere Straßen in der Jadestadt beräumen
Nachthimmel am Südstrand wird immer wieder taghell erleuchtet
28.06.26, 04:00 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 4 Uhr
Ort: Wilhelmshaven, Niedersachsen
(sg) In der Nacht zu Sonntag ist ein kräftiges Gewitter über Wilhelmshaven hinweggezogen. Am Südstrand zuckten zahlreiche Blitze teils im Sekundentakt über den Nachthimmel und erhellten die Szenerie immer wieder für kurze Momente taghell.
Auch die Feuerwehr musste infolge des Unwetters ausrücken. Auf einer Straße war ein Baum umgestürzt und blockierte die Fahrbahn. Die Einsatzkräfte rückten mit Kettensäge an, zerteilten den Stamm und räumten die Straße anschließend Stück für Stück wieder frei.
Blitze schlagen beinahe im Sekundentakt ein - heftiges Unwetter beendet historische Hitzewelle in der Nacht - Blitzeinschlag an der Nordseeküste on Tape
Starkregen, Sturmböen und Gewitter im Norden Deutschlands
28.06.26, 03:16 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 03:00 Uhr
Ort: Cuxhaven, Niedersachsen
(sg) Auf die historische Hitzewelle folgten in der Nacht auf Sonntag schwere Unwetter im Norden Deutschlands. Über Cuxhaven zuckten Blitze im Sekundentakt am Nachthimmel. Zahlreiche Blitzeinschläge konnten auf der Kamera festgehalten werden. Begleitet wurde das Schwergewitter von Starkregen und Sturmböen. Ein gewaltigter Blitz schlug direkt an der Nordseeküste von Cuxhaven ein. Welche Energie die tropischen Temperaturen freisetzten, wurde in der Nacht auf Sonntag eindrucksvoll sichtbar.
Großer Waldbrand am Rotenfels bei Traisen - schwer zugängliches Waldgebiet im Bereich des Fernsehturms betroffen – rund 28.000 Quadratmeter munitionsbelastete Fläche sollen brennen
Einsatzkräfte müssen Gefahrenbereich verlassen – Kampfmittelräumdienst alarmiert – Polizeihubschrauber wirft Löschwasser ab
28.06.26, 02:18 Uhr
Datum: Samstag, 27. Juni 2026, 23 Uhr
Ort: Rotenfels bei Traisen, Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
(sg) Am Rotenfels bei Traisen laufe seit Samstagnachmittag ein größerer Waldbrandeinsatz. Betroffen sei ein schwer zugängliches Waldgebiet im Bereich des Fernsehturms. Nach bisherigen Informationen brenne dort eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern.
Die Löscharbeiten würden durch die Lage im Gelände und eine zusätzliche Gefährdung erheblich erschwert. Im Einsatzbereich soll es zu Explosionen gekommen sein. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich dort weitere explosionsgefährliche Gegenstände befinden würden, hätten die Einsatzkräfte den betroffenen Abschnitt verlassen müssen. Dieser Bereich könne derzeit nicht aktiv gelöscht werden. Der Kampfmittelräumdienst sei alarmiert worden.
Mehr als 200 Einsatzkräfte seien beziehungsweise seien im Laufe des Einsatzes vor Ort gewesen. Zur Brandbekämpfung sei unter anderem ein Polizeihubschrauber mit Löschwasserabwürfen eingesetzt worden. Die Wasserversorgung sei über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sowie durch Wasseraufnahme am Niederhäuser Stausee sichergestellt worden.
Am späten Abend habe sich die Lage weiter verschärft. Gegen 22:15 Uhr soll es zu einem weiteren Brandausbruch gekommen sein. Der Landkreis Bad Kreuznach warne über KATWARN vor Rauch und Brandgasen. Die Bevölkerung werde gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, sich von Rauch und Brandgasen fernzuhalten und den betroffenen Bereich zu meiden. Teile von Traisen sollen nach aktueller Warnlage evakuiert werden; als Notunterkunft sei die Birkenberghalle in Roxheim genannt worden.
Die Lage sei weiterhin angespannt. Die Einsatzkräfte müssten den Brand in schwierigem Gelände bekämpfen und zugleich die Gefahrenlage durch mögliche Kampfmittel berücksichtigen.
Extreme Hitze bringt Einsatzkräfte und Notaufnahmen an Kapazitätsgrenzen - Kölner Krankenhaus muss durch Katastrophenschutzeinheit mit zusätzlichen Behandlungsplätzen verstärkt werden
Bis zu 40 Grad in der Stadt - mindestens zwei Menschen sterben an Hitzefolgen - zahlreiche zusätzliche Rettungswagen in Dienst genommen
28.06.26, 02:06 Uhr
Datum: Sonntag, 28. Juni 2026, 02 Uhr
Ort: Köln, Nordrhein-Westfalen
(sg) Extreme Hitze habe den Rettungsdienst in Köln am Samstag an die Belastungsgrenze gebracht. Bei Temperaturen von teils bis zu 40 Grad Celsius sei es nach Angaben aus Feuerwehrkreisen zu einer Sonderlage gekommen. Zeitweise seien demnach über den gesamten Tag hinweg keine regulären Rettungswagen mehr verfügbar gewesen.
Zahlreiche zusätzliche Rettungswagen seien in Dienst genommen worden, um die Lage zu stabilisieren. Auch die Notaufnahmen mehrerer Krankenhäuser seien massiv belastet gewesen. Am Krankenhaus Merheim habe eine Katastrophenschutzeinheit weitere Behandlungsplätze in einer Fahrzeughalle vor den Notaufnahmen aufgebaut, um Patientinnen und Patienten versorgen zu können, berichteten Feuerwehrleute.
Aus Kreisen der Einsatzkräfte hieß es zudem, dass mehrere Menschen infolge der hohen Temperaturen gestorben seien. Mindestens zwei Todesfälle seien demnach auf die Hitze zurückzuführen. Eine offizielle Bestätigung hierzu liegt aber bisher nicht vor.
Dachstuhl von Scheune stürzt plötzlich mit lautem Krachen ein - Trümmer begraben Auto unter sich und verteilen sich auf der Fahrbahn - wie durch ein Wunder werden keine Personen verletzt - Feuerwehr am Abend im Einsatz
Statik des Gebäudes versagte und stürzte ein - umstehende Wohngebäude blieben unbeschädigt
28.06.26, 02:02 Uhr
Datum: Samstag, 27. Juni 2026, 21:15 Uhr
Ort: Kirchheim am Neckar, Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg
(sg) Ein lauter Knall schreckte am Samstagabend die Anwohner in Kirchheim am Neckar im Landkreis Ludwigsburg auf:
Gegen 21:15 Uhr stürzte in der Gartenstraße eine Scheune plötzlich in sich zusammen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte die anhaltende Hitze in Verbindung mit einer maroden Statik, die Holzkonstruktion so stark beeinträchtigt haben, dass das Gebäude nachgab.
Die Scheune brach vollständig zusammen, wobei sich Trümmerteile über den Innenhof des Privatgrundstücks sowie auf die angrenzende Straße verteilten. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes weder Personen in noch an dem Gebäude, sodass niemand verletzt wurde. Ein vor dem Grundstück parkendes Auto wurde von Trümmerteilen begraben. Nebenstehende Wohnhäuser wurden glücklicherweise nicht beschädigt.
Die Gartenstraße musste für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten vollständig gesperrt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt. Die genaue Ursache des Einsturzes ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

