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Aktualisiert: vor 2 Stunden 15 Minuten

Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen

16. Mai 2026 - 0:00

Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten

26.05.16, 0:00 Uhr

Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016

Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg

 

(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.

„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.

Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.

Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.

Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.

Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.

 

Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:

 

Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn

  • Beamte kontrollieren Reisebus
  • Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
  • Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
  • Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
  • Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
  • Postbus wird kontrolliert
  • Totale Kontrollstelle und Rastplatz
  • Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
  • Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
  • O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
  • O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“

 

Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt

  • Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
  • Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
  • Polizist schreibt Protokoll
  • ziviler Videowagen der Polizei
  • Beamte schreiben Protokoll an Notebook
  • Videowagen auf Autobahn unterwegs
  • Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
  • Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
  • Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
  • O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
  • O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
  • O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“

 

Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt

  • Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
  • Lkw-Fahrer wird verwarnt
  • Fahrerkarte wird ausgelesen
  • Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
  • O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
  • O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
  • O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
  • O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“

 

Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus

  • Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
  • Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
  • O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“

 

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Schnee und Eis haben den Nordwesten im Griff - Kaum Menschen auf den Straßen - Flächendeckende Schulausfälle

4. Februar 2026 - 7:18

Bilder und O-Töne aus Norden - Bäcker: "Wenn das den ganzen Tag so bleibt, kommen nicht viele Leute" - "Habe Brötchentour abgesagt" - Passanten: "Man kann nicht fahren - no way, geht nicht" - "Wer nicht muss, sollte zu Hause bleiben"

04.02.26, 07:18 Uhr

Datum: Mittwoch, 04. Februar 2026, ca. 07:00 Uhr

Ort: Norden, Landkreis Aurich, Niedersachsen

 

(ah) Überfrierender Regen hat am Mittwochmorgen für erhebliche Probleme im Nordwesten gesorgt. Dicke EIspanzer entstanden auf Autos und auch auf Straßen und Wegen, sodass es dort eilweise spiegelglatt war. Bereits am Vorabend wurde daher flächendeckend der Präsenzunterricht in den Schulen abgesagt.

Auf die Straßen und Wege wagte sich nur, wer unbedingt musste. In der Innenstadt von Norden war es am frühen Morgen praktisch menschenleer, auf den Hauptstraßen waren kaum Autos zu sehen und auch in den bereits geöffneten Geschäften, wie etwa einer Bäckerei, waren keine Kunden. "Wenn das den ganzen Tag so bliebt, kommen nicht viele Leute", so Bäckermeister Jelto Gerdes, der auch seine geplante Brötchentour aufgrund der Witterung absagen musste.

 

Starke Schneefälle lassen ganze Ortschaften in der weißen Pracht versinken - fast zwei Meter hoch wird der Schnee am Fahrbahnrand vor Wohnhaus aufgetürmt - Abgestelltes Fahrrad komplett vom Schnee umhüllt - Fahrzeuge kommen kaum mehr voran (on tape)

3. Februar 2026 - 22:35

Aufnahmen aus der Nacht zu Mittwoch zeigen das Ausmaß des Schneefalls über Hessen, während auf den Autobahnen das pure Chaos herrscht

03.02.26, 22:35 Uhr

Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, 22:30 Uhr

Ort: Homberg (Ohm), Vogelsbergkreis, Hessen

 

(ch) Während auf den Autobahnen in Hessen das winterliche Chaos regiert, zeigt sich Homberg (Ohm) von seiner eindrucksvollsten Seite. Innerorts haben sich gewaltige Schneemassen aufgetürmt – stellenweise liegen über einen Meter hohe Schneeberge an Häusern und Straßenrändern. Sogar ein abgestelltes Fahrrad ist vollständig im Schnee versunken. Die Stadt gleicht einem Winter Wonderland der Extreme: ruhig, verschneit und zugleich beeindruckend in seiner frostigen Pracht.

 

Massive Schneefälle sorgen für dicke Schneedecke auf den Autobahnen in Hessen - Lastwagen und Autos fahren sich im dichten Schnee fest und blockieren stundenlang die A49 und A5 - selbst der Schneepflug bleibt stecken und kommt nicht weiter - Autofahrer...

3. Februar 2026 - 21:04

Schneepflug steckt ebenfalls fest - Autofahrer und Lasterfahrer in O-Tönen: ,,Habe Hunger.. kaum mehr Akku.. man bekommt keine Informationen.. das ist totales Chaos.. sowas habe ich noch nie erlebt... - Entspannung erst nach Sonnenaufgang am Mittwochmorgen erwartet

03.02.26, 21:04 Uhr

Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, 21:00 Uhr

Ort: A49 und A5 Autobahnkreuz Homberg (Ohm), Hessen

 

(ch) Gefangen auf der Autobahn, mitten im dichten Schneetreiben: In Hessen wurde das für tausende Auto- und Lastwagenfahrer zur eiskalten Realität.

Am Autobahnkreuz Homberg (Ohm) in Hessen herrscht seit den Nachmittagsstunden des Dienstags völliger Stillstand. Betroffen sind sowohl die A49 als auch die A5. Auch in der Nacht zu Mittwoch ist an ein Weiterkommen nicht zu denken. Kilometerlange Staus haben sich in beide Richtungen gebildet, zahlreiche Fahrzeuge stehen weiterhin fest.

Auslöser ist eine massive Schneefront, die am Dienstag aus Südwesten kommend Hessen erreicht hat. Innerhalb weniger Stunden fielen teils bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Die Fahrbahnen waren schnell vollständig schneebedeckt, Lastwagen kamen an Steigungen nicht mehr voran und standen teils quer auf der Autobahn. In der Folge musste das Autobahnkreuz Homberg (Ohm) komplett gesperrt werden.

Seit etwa 16 Uhr geht auf den betroffenen Abschnitten nichts mehr. Selbst Räumfahrzeuge steckten im Stau fest, sodass der Winterdienst kaum noch eingreifen konnte. Die Schneefälle hielten rund sechs Stunden ununterbrochen an und überforderten die Räum- und Streudienste.

Hessenweit kam es nach Angaben der Polizei zu hunderten Verkehrsunfällen. Besonders dramatisch ist die Lage für die Autofahrerinnen und Autofahrer, die die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen müssen. Auch zahlreiche Lastwagenfahrer sitzen seit Stunden in ihren Führerhäusern fest. Rettungskräfte hatten große Schwierigkeiten, zu Unfallstellen vorzudringen, da die Fahrbahnen blockiert sind.

Viele Betroffene sprechen von einer Situation, wie sie sie noch nie erlebt haben: völliger Stillstand, kein Durchkommen, gefangen im Schnee auf der Autobahn. Die Behörden bitten dringend darum, die betroffenen Strecken zu meiden.

Eine Entspannung der Lage wird frühestens ab Mittwochmorgen erwartet. Dann sollen die Temperaturen ansteigen und der Schnee allmählich in Regen übergehen. Ob sich der Verkehr dadurch zügig normalisieren kann, ist jedoch noch unklar. Für viele Reisende endet die Nacht voraussichtlich weiterhin in ihren Autos.

 

Verkehr kommt nach Dauerschneefall zum Erliegen - Festgefahrene Lastwagen und kilometerlange Staus (on tape) - Flugverkehr zeitweise eingestellt - Räumdienste auf Vorfeld im Dauereinsatz (on tape)

3. Februar 2026 - 18:56

Über 100 Flüge gestrichen - Maschinen müssen aufwendig enteist werden (on tape) - Flugreisende äußern sich zu Wetterkapriolen im Ton

03.02.26, 18:56 Uhr

Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, 18:56 Uhr

Ort: Flughafen-Frankfurt, Hessen

 

(ch) Rund um den Frankfurter Flughafen kommt es am späten Nachmittag weiter zu massiven Einschränkungen durch Schnee und Glatteis. Seit etwa 16:00 Uhr ist am Airport-Ring die Krittler Straße in Richtung Feuerwache 3 gesperrt. Hintergrund sind mehrere Unfälle und festgefahrene Lastwagen, die auf der glatten Strecke nicht mehr vorankommen.

Nach Angaben der Polizei kam es unter anderem zu einer Kollision zwischen einem Bus und einem Lkw auf der Brücke über die A3. Zudem krachten im Tunnel neben der Feuerwache zwei Autos ineinander. Besonders problematisch: Mehrere Lkw stecken seit Stunden fest, weil sie einen Hang auf der Flughafenumfahrung nicht mehr hinauffahren können. Räum- und Streudienste sind dort im Dauereinsatz, dennoch bleibt die Lage angespannt. Verkehrsteilnehmer müssen rund um die Flughafenumfahrung mit erheblichen Behinderungen rechnen.

Auch auf der A3 spitzt sich die Situation zu: Der Stau zieht sich nach Beobachtungen durchgehend auf allen Spuren vom Frankfurter Kreuz am Flughafen vorbei bis in Richtung Wiesbaden. Nach Angaben von Stauanzeigen erreicht die Blechlawine eine Länge von rund 25 Kilometern.

Am Flughafen selbst läuft der Betrieb nach einer stundenlangen Vollsperrung inzwischen langsam wieder an. Seit 16:15 Uhr startet und landet wieder vereinzelt Verkehr, während Räumfahrzeuge weiter auf den Start- und Landebahnen unterwegs sind. Gleichzeitig werden Flugzeuge enteist. Passagiere müssen sich dennoch auf Verspätungen und kurzfristige Änderungen einstellen.

 

Sehr starke Schneefälle behindern Verkehr auf der A49 in Hessen - Autobahn an Steigung bei Homberg im Schneetreiben voll gesperrt - Kompletter Stillstand, Chaos im Berufsverkehr - dutzende Lastwagen stehen quer und stecken im Schnee fest - Lasterfahrer...

3. Februar 2026 - 16:52

Fahrbahn schneebedeckt - Verkehr läuft nur langsam - Autofahrer: "So etwas habe ich noch nie erlebt" - "Das war schon heftig"

03.02.26, 16:52 Uhr

Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, 16:00 Uhr

Ort: A49 zwischen Marburg und Hessen, Hessen

 

(ah) Die Schneefront, die von Südwesten her über Deutschland zieht, hat am Nachmittag Hessen erreicht und dort für massiven "Winternachschub" gesorgt, Auf der A49 zwischen Marburg und Kassel war die Fahrbahn innerhalb kurzer Zeit schneebedeckt, sodass nur noch langsames Fahren möglich war. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz, konnten aber nicht überall gleichzeitig sein.

An einer Steigung bei Homberg (Ohm) musste die Autobahn im dichten Schneetreiben voll gesperrt werden. Lastwagen standen quer und kamen in der dicken Schneedecke nicht mehr weiter. Es gab zahlreiche Unfälle. Es kam zum kompletten Stillstand und somit zu einem Verkehrschaos im abendlichen Berufsverkehr.

 

Winterliche Kälte sorgt für Behinderungen im Schiffsverkehr nach und von Norderney

3. Februar 2026 - 10:31

Ungewöhnliche Witterung für die Insel - Einige Fähren ausgefallen

03.02.26, 10:31 Uhr

Datum: Dienstag, 03. Februar 2026, ca. 09:00 Uhr

Ort: Norderney, Niedersachsen

 

(ah) Die derzeitige Eiseskälte hat Norderney weiter im Griff. Ungewöhnlich niedrige Temperaturen herrschen nun schon seit Tagen auf der Insel. Am Strand liegen zahllose Eisklumpen, im Hafenbecken treiben Eisschollen, was zu Behinderungen im Schiffsverkehr führt. Hiervon betroffen sind vor allem kleinere Schiffe, aber auch im Fährverkehr kommt es zu Ausfällen.

 

 

Technischer Defekt löst nächtlichen Großeinsatz aus – Gefährliches Kühlmittel in Produktionshalle ausgetreten – ABC-Zug rückt mit Spezialkräften in Nonnweiler an – Fließbänder bei europäischem Marktführer stehen stundenlang still – Keine Verletzten...

3. Februar 2026 - 2:16

Einsatz konnte in den frühen Morgenstunden beendet werden - Produktion war unterbrochen

03.02.26, 02:16 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 22:00 Uhr

Ort: Nonnweiler-Otzenhausen, Landkreis Sankt Wendel, Saarland

 

(jb) Statt Nachtruhe gab es für den Katastrophenschutz im Landkreis Sankt Wendel am späten Montagabend volles Programm. Gegen 22:04 Uhr schrillten im Werk des Tiefkühlgiganten Wagner in Nonnweiler-Otzenhausen die Alarmglocken. Ein technischer Defekt in der Produktion hatte einen Großeinsatz ausgelöst, der erst weit nach Mitternacht sein Ende fand. Besonders heikel: Nach Polizeiinformationen sollen gtößere Mengen Ammoniak im Gebäude ausgetreten sein – ein Stoff, der in großen Kühlanlagen Standard ist, aber bei Leckagen sofort den ABC-Zug auf den Plan ruft. Die Spezialisten rückten an, um die Lage in einem der wichtigsten Produktionsstandorte für den europäischen Markt zu sondieren. Die Produktion war unterbrochen. Immerhin ist Wagner die Nummer zwei im deutschen Pizza-Geschäft und produziert in der Region mit rund 1.500 Mitarbeitern jährlich 350 Millionen Tiefkühlprodukte für halb Europa. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand. Gegen 01:30 Uhr konnte der Einsatz schließlich beendet werden.

 

Carport mit Holzlager steht in Flammen - Brand greift auf nebenstehendes Garagendach über - Feuerwehr kann weiteres Übergreifen auf Wohnhaus verhindern

3. Februar 2026 - 0:38

Über 50 Feuerwehrleute im Großeinsatz - keine Verletzten - Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen

03.02.26, 00:38 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 00:38 Uhr

Ort: Straubenhardt, Enzkreis, Baden-Württemberg

 

(jb) Am Montagabend gegen 19:15 Uhr ist es in der Feldbergstraße in Straubenhardt im Enzkreis zu einem Brand in einem Carport gekommen. Das Feuer drohte auf weitere angebaute Gebäude überzugreifen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Carport mit einem Holzlager bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen in der Folge auf das Dach einer angebauten Garage über. Das ebenfalls angebaute Wohnhaus konnte durch das schnelle und gezielte Eingreifen der Feuerwehr jedoch vor einem Übergreifen des Feuers geschützt werden.
Über 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort und führten umfangreiche Löscharbeiten durch. Um versteckte Glutnester abzulöschen, wurde das Dach der Garage mithilfe einer Drehleiter geöffnet. Das angrenzende Wohnhaus wurde kontrolliert, blieb jedoch unbeschädigt.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Pkw kommt nach Kollision mit anderem Wagen von Straße ab, durchbricht Geländer und versinkt in Kanal - 29-Jähriger Zeuge zögert nicht, springt ins Wasser, hilft dem Fahrer beim Herauskommen aus dem sinkenden Fahrzeug und hält ihn über Wasser

2. Februar 2026 - 12:04

Außentemperatur zum Unfallzeitpunkt etwa -5 Grad - Wagen versinkt schließlich - Feuerwehrleute in Überlebensanzügen retten beide Männer aus dem Kanal

02.02.26, 12:04 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, ca. 10:30 Uhr

Ort: Oldenburg, Niedersachsen

 

(ah) Ein Ersthelfer hat am Montagvormittag sein Leben riskiert, um den Fahrer eines Unfallfahrzeugs zu retten: Ein Pkw kam in Oldenburg nach einer Kollision mit einem anderen Auto von der Ofener Straße ab, durchbrach ein Geländer und stürzte in einen Kanal. Ein 29-jähriger Zeugereagierte sofort und sprang trotz einer Außentemperatur von etwa -5 Grad in das eiskalte Wasser, half dem 70 Jahre alten Pkw-Fahrer, aus dem sinkenden Fahrzeug herauszukommen und hielt ihn danach über Wasser. Feuerwehrleute in Überlebensanzügen retteten die beiden Personen aus dem Kanal, Rettungskräfte versorgten die Unterkühlten und brachten sie ins Krankenhaus. Der Wagen wurde anschließend aufwändig geborgen, auch Feuerwehrtaucher waren im Einsatz.

Der auslösende Unfall wurde Polizeiangaben zufolge von einem 66-Jährigen verursacht, der aus einer Seitenstraße in die Ofener Straße abbog und dabei den vorfahrtsberechtigten Toyota des 70-Jährigen übersah, so dass es es zur Kollisiion kam, der Toyota nach rechts durch das Geländer in den Kanal geschleudert wurde. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Verursacher eingeleitet.

 

 

 

 

Demonstrationszüge und Kundgebung der Streikenden auch in Saarbrücken - Rund 1000 Teilnehmer aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz

2. Februar 2026 - 10:25

Mehrere Teilnehmer als erwartet

02.02.26, 10:25 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, ca. 10:00 Uhr

Ort: Saarbrücken, Saarland

 

(ah) Im Zuge des bundesweiten ver.di-Streiks im öffentlichen Nahverkehr kam es am Montag auch in Saarbrückem zu Demonstrationszügen und einer Kundgebung der Streikenden.  Etwa 1000 Teilnehmer aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz nahmen an der Veranstaltung vor dem Rathaus teil; die Erwartungen der Gewerkschaft wurden damit deutlich übertroffen.

 

Über 130 Jahre altes Segelschiff steckt auf der Außenelbe fest - Crew muss nach Wassereinbruch vom Schiff geholt werden

2. Februar 2026 - 10:06

Freischleppversuche bislang erfolglos

02.02.26, 10:06 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, ca. 09:00 Uhr

Ort: Cuxhaven, Niedersachsen

 

(ah) Das 1890 gebaute Traditionssegelschiff "Ethel von Brixham" steckt nach einer Havarie am Samstag noch immer auf der Außenelbe vor Cuxhaven fest. Erste Freischleppversuche durch die DGzRS schlugen fehl, zudem kam es am Samstagabend zu einem Wassereinbruch auf dem Schiff, sodass die Besatzung von Bord gerettet wurde.

Das weitere Vorgehen müssen nun der Schiffseigentümer und die Behörden entscheiden.

Audi prallt in vorausfahrenden Lieferwagen, schleudert über Fahrbahn, überschlägt sich und kommt auf dem Dach zum Liegen - BMW und Lieferwagen kollidieren kurz darauf, Hinterrad des Transporters herausgerissen, Fahrer des Pkw eingeklemmt

2. Februar 2026 - 9:34

Zwei weitere Fahrzeuge durch Trümmerteile beschädigt - Stundenlange Vollsperrung der Richtungsfahrbahn, erhebliche Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr

02.02.26, 09:34 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, ca. 06:15 Uhr

Ort: A8 Fahrtrichtung Stuttgart, nahe Ulm-West, Baden-Württemberg

 

(ah) Die A8 bei Ulm wurde am Montagmorgen durch mehrere Unfälle blockiert. Vier Menschen wurden verletzt. Es kam zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr.

 

Zunächst prallte nahe der Anschlussstelle Ulm-West ein Audi in einen vorausfahrenden Mercedes Lieferwagen, schleuderte über die Fahrbahn, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen, Der Fahrer konnte mit leichten Verletzungen selbst aus dem Wrack aussteigen. Kurz darauf prallte der BMW heftig in den Lieferwagen heftig und prallten mehrfach in die Leitplanken. Beide Fahrzeuge wurden zerstört, es entstand ein großes Trümmerfeld, ein Hinterrad des Transporters wurde herausgerissen. Feuerwehrleute mussten den im Wrack eingeklemmten Fahrer des Pkw mit schwerem Gerät befreien. Ein VW streifte noch den Lieferwagen und ein weiterer VW überfuhr Trümmerteile. 

 

Zwei Autofahrer wurden schwer verletzt, zwei leicht. Sie wurden mit mehreren Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht.

Die Autobahn musste aufgrund der Unfälle in Richtung Stuttgart für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 90 000 Euro. 

Haus brennt nachts bis auf Grundmauern nieder – Eltern und zwei Kinder mit Rauchvergiftung in Klinik – Klirrend-kalte -5 Grad verwandeln Brandort in Eisbahn – Retter müssen festgefrorene Hydranten aus Schnee graben – 100 Einsatzkräfte kämpfen gegen...

2. Februar 2026 - 5:41

Brandursache nach dem nächtlichen Feuer noch völlig unklar

02.02.26, 05:41 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 01:30 Uhr

Ort: Großheide-Westerende, Landkreis Aurich, Niedersachsen

 

(jb) Während Westerende schlief, brach in der Nacht zu Montag ein Feuer aus: Was gegen 1:30 Uhr als vermeintlicher Küchenbrand gemeldet wurde, entpuppte sich für die Freiwillige Feuerwehr Großheide binnen Minuten als Kampf gegen die Flammen bei eisiger Kälte. Ein altes Einfamilienhaus stand beim Eintreffen der ersten Retter bereits vollständig in Brand. Die dramatischste Nachricht: Eine vierköpfige Familie – zwei Erwachsene und zwei Kinder – konnte sich im letzten Moment aus dem brennenden Gebäude retten. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert. Das Haus selbst war nicht mehr zu retten und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Zusätzlich zum Feuer entwickelte sich die Witterung zum gefährlichsten Gegner: Bei klirrenden -5 Grad verwandelte sich die Einsatzstelle in eine stellenweise tückische Rutschbahn. Die Kameraden mussten zunächst unter dem Schnee begrabene und festgefrorene Hydranten freilegen, bevor überhaupt Wasser fließen konnte. Das austretende Löschwasser gefror auf dem Asphalt sofort zu spiegelglatten Flächen, auf denen die Einsatzkräfte mehrfach den Halt verloren. Die über 100 Helfer wurden fortlaufend mit heißem Kaffee versorgt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aufgrund der massiven Glutnester bis in den Morgen. Die Brandursache ist noch unklar.

 

Auto-Rambo flüchtet nach nächtlichem Crash in Wohnviertel – Geparktes Auto wie Katapult in Hauswand geschleudert – Unbekannter rammt zwei Fahrzeuge und flüchtet – Schäden an Gebäude und Autos – Polizei leitet Fahndung noch in der Nacht ein

2. Februar 2026 - 3:09

Polizei sicherte Spuren am Unfallort - Ermittlungen laufen

02.02.26, 03:09 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 02:00 Uhr

Ort: Billstedt, Hamburg

 

(jb) Eine Einfamilienhaussiedlung in Hamburg-Billstedt ist in der Nacht zu Montag unsanft aus dem Schlaf gerissen worden. Gegen 2:00 Uhr verursachte ein bislang unbekannter Autofahrer im Danckwerthweg eine Trümmerlandschaft und suchte anschließend zu Fuß das Weite. Nach ersten Erkenntnissen war der Unfallfahrer vermutlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Fahrt endete mit einer gewaltigen Kettenreaktion: Der Wagen krachte zunächst mit solcher Wucht in ein am Straßenrand geparktes Fahrzeug, dass dieses wie ein Katapultgeschoss in die Fassade eines angrenzenden Einfamilienhauses geschoben wurde. Das geparkte Auto drückte sich in die Dämmfassade des Wohnhauses und hinterließ Sachschaden am Gebäude. Doch damit nicht genug: Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Unfallverursacher bereits kurz vor dem finalen Einschlag einen weiteren Pkw beschädigt hatte. Anstatt sich um den immensen Schaden zu kümmern, flüchtete der Fahrer unmittelbar nach dem Crash von der Unfallstelle. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein und sicherte vor Ort Spuren.

 

Bewohner durch Brand kurz vor Mitternacht aus Schlaf gerissen – Sirenen-Großalarm in Obergünzburg – Dichter Rauch quillt aus Gebäude – Atemschutztrupps auf Drehleiter reißen Dachhaut für Löscharbeiten auf – 100.000 Euro Sachschaden nach nächtlichem Brand

2. Februar 2026 - 3:04

Ursache für das Feuer ist derzeit noch völlig unklar

02.02.26, 03:04 Uhr

Datum: Sonntag, 01. Februar 2026, 23:30 Uhr

Ort: Obergünzburg, Landkreis Ostallgäu, Bayern

 

(jb) Aus dem Schlaf gerissen wurden die Bewohner eines Wohnhauses in Obergünzburg kurz vor Mitternacht auf Montag. Rauch drang aus dem Dachstuhl eines Hauses in der Hans-vom-Stein-Straße. Es wurde Großalarm ausgelöst, die Sirenen heulten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Dachstuhl des Wohnhauses. Die Anwohner konnten das Gebäude glücklicherweise rechtzeitig verlassen. Unter schwerem Atemschutz wurden die ersten Flammen von außen gelöscht, anschließend musste die Dachhaut geöffnet werden. Mit einer Drehleiter wurden die Einsatzkräfte nach oben gebracht, entfernten Dachziegel und löschten weitere Flammen sowie Glutnester ab. Aktuell schätzt die Polizei den Schaden auf rund 100.000 Euro. Warum der Dachstuhl in Brand geriet, ist derzeit noch unklar.

 

Sonntagabend Streikbeginn – Busse rücken ein – Haltestellen werden nicht mehr angefahren – Demo am Montag geplant

1. Februar 2026 - 22:46

Das große Chaos im Berufs- und Schülerverkehr droht am Montagmorgen

01.02.26, 22:46 Uhr

Datum: Sonntag, 01. Februar 2026, 22:00 Uhr

Ort: Ssarbrücken, Saarland

 

(th) Stillstand im Saarland. Seit Sonntagabend, 22 Uhr, rollt im öffentlichen Nahverkehr fast nichts mehr. Die Gewerkschaft ver.di hat zum großen Warnstreik aufgerufen. Busse und Bahnen kehrten gegen 22 Uhr in die Depots zurück. Besonders betroffen sein wird der Berufs- und Schülerverkehr am Montag. Pendler und Eltern müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Auch der bundesländerübergreifende Verkehr zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz wird betroffen sein. 
 

Am Sonntagabend herrschte gespenstische Leere an den Saarbrücker Haltestellen. Die letzten Busse fuhren ohne Linienbezeichnung zurück in die Depots. An den Haltestellen informierten Tafeln über den Streik. Auch die Gleise der Saarbahn am Hauptbahnhof waren leer.

Verdi fordert 10,6 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeitgeberseite hat bisher kein Angebot vorgelegt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Saar kritisiert den Streik als „völlig unverständlich“. Die Forderungen seien „weder finanzierbar noch realistisch“.

Vom Streik betroffen sind sieben Verkehrsbetriebe, darunter die Saarbahn und die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis. Nicht betroffen ist das private Unternehmen Saar-Mobil. Am Montag ist eine große Kundgebung in Saarbrücken geplant. Verdi rechnet mit rund 600 Teilnehmern aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. 

Neben der Landeshauptstadt Saarbrücken sind die Warnstreiks auch in Neunkirchen als zweitgrößte Stadt und Saarlouis als drittgrößte Stadt genauso spürbar wie auf zahlreichen regionalen Buslinien, die bis nach Rheinland-Pfalz verkehren.

BVG-Stillstand seit 3:00 Uhr morgens – Kampf um 35-Stunden-Woche lässt U-Bahnen und Busse in Depots – Passagiere stehen vor verschlossenen Gittern – Leere „Geisterbahnen“ fahren gegen eingefrorene Oberleitungen – Gewaltiger Druck auf S-Bahn-Netz und...

1. Februar 2026 - 20:22

Arbeitskampf soll planmäßig erst am Dienstagmorgen enden

01.02.26, 20:22 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 03:00 Uhr

Ort: Berlin

 

(th/jb) Wer am Montagmorgen in Berlin wie gewohnt zur U-Bahn oder zum Bus wollte, stand vor verschlossenen Gittern und verwaisten Haltestellen. Seit 3:00 Uhr morgens läuft der angekündigte Warnstreik der Gewerkschaft Verdi bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auf Hochtouren. Bis Dienstagmorgen geht im kommunalen Nahverkehr der Hauptstadt so gut wie nichts mehr. Der Grund für den Stillstand ist dieses Mal keine Gehaltsforderung, sondern der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Während Verdi auf die 35-Stunden-Woche und längere Ruhezeiten pocht, schüttelt die BVG-Chefetage angesichts der Finanzierung den Kopf. Die Fronten sind so verhärtet, dass nun die Fahrgäste die Zeche zahlen müssen. Ein ganz anderes Bild zeigt sich derweil auf den Schienen: Trotz Streik rollen Straßenbahnen durch die Stadt – allerdings als reine „Geisterzüge“. In einem ungewöhnlichen Kompromiss zwischen Gewerkschaft und BVG wurde vereinbart, dass leere Bahnen ohne Passagiere fahren, um bei der aktuellen Kälte ein Einfrieren der Oberleitungen zu verhindern. Nach dem Oberleitungs-Chaos der Vorwoche will man hier offenbar kein Risiko eingehen, auch wenn die Türen für die frierenden Berliner zu bleiben. Wer am Montag trotzdem von A nach B kommen muss, ist auf die S-Bahn, den Regionalverkehr oder das eigene Auto angewiesen. Da auch in Brandenburg im Nahverkehr gestreikt wird, ist der Druck auf das S-Bahn-Netz entsprechend gewaltig. Eine Entspannung ist erst für Dienstagfrüh in Sicht, wenn der Betrieb nach 24 Stunden Arbeitskampf wieder anrollen soll.

 

Hochbahn und VHH seit 3:00 Uhr im Stillstand – U-Bahnen und Busse bleiben 24 Stunden in Depots – Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn – Schulpflicht trotz Verkehrs-Chaos – 270.000 Schüler zur Selbstorganisation gezwungen – S-Bahnen und Fähren als...

1. Februar 2026 - 18:36

Normalisierung des Betriebs erst für Dienstagmorgen erwartet

01.02.26, 18:36 Uhr

Datum: Montag, 02. Februar 2026, 03:00 Uhr

Ort: Hamburg

 

(th/jb) Wer am Montagmorgen in Hamburg den vertrauten Weg zur Haltestelle antrat, brauchte starke Nerven. Seit 3:00 Uhr morgens ruht der Betrieb bei der Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) fast vollständig. Die Gewerkschaft Verdi hat die Daumenschrauben in den Tarifverhandlungen angezogen und lässt U-Bahnen sowie den Großteil der Busse für volle 24 Stunden in den Depots. Der Grund für die dicke Luft im hvv-Gebiet: Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Lohn sowie bessere Bedingungen für Azubis. Da die Arbeitgeberseite bisher kein Angebot auf den Tisch gelegt hat, das Verdi schmeckt, wird nun Flagge gezeigt – unter anderem mit einer großen Kundgebung und einem Demonstrationszug in Harburg. Besonders "sportlich" ist die Lage für die rund 270.000 Hamburger Schülerinnen und Schüler. Die Schulbehörde stellt klar: Schulpflicht bleibt Schulpflicht. Da der Streik rechtzeitig angekündigt wurde, gilt das Motto „Selbstorganisation“. Nur wer absolut keine Alternative findet, darf nach Rücksprache zu Hause bleiben. Ein kleiner Lichtblick für alle, die trotzdem durch die Hansestadt müssen: Die S-Bahnen, Regionalzüge und die HADAG-Fähren schippern und rollen wie gewohnt weiter, da sie nicht vom Ausstand betroffen sind. Auch die hvv-hop-Shuttles bleiben als Rettungsanker im Einsatz. Wer jedoch auf die Nachtbusse von Montag auf Dienstag setzt, wird enttäuscht: Der Streik wirkt bis tief in die Nacht nach. Erst am Dienstagmorgen soll das Hamburger Verkehrsherz wieder im gewohnten Takt schlagen.

 

Regen gefriert sofort bei minus zwei Grad – Mehrere Unfälle auf spiegelglatter Fahrbahn

1. Februar 2026 - 12:42

Jeder Schritt ist gefährlich für Fußgänger

01.02.26, 12:42 Uhr

Datum: Sonntag, 01. Februar 2026, 10:50 Uhr

Ort: Hage-Halbemond, Landkreis Aurich, Niedersachsen

 

(th) Ein Kleintransporter-Fahrer ist am Sonntag gegen 10:50 Uhr auf spiegelglatter Fahrbahn verunglückt. Das Fahrzeug rutschte im Kurvenbereich weg und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer kam unverletzt davon.
 

Grund für den Unfall waren lokale Regenfälle bei minus zwei Grad. Der Regen gefror sofort und bildete einen gefährlichen Eispanzer auf den Straßen. Im Landkreis Aurich ereigneten sich dadurch mehrere Unfälle.

An der Unfallstelle zwischen der Bundesstraße 72 südlich von Norden und dem Hager Ortsteil Halbemond kümmerten sich Ersthelfer um den geschockten, aber körperlich unverletzten Autofahrer. Andere Pkw und auch ein Streifenwagen passierten die Unfallstelle nur sehr vorsichtig. Die vereiste Fahrbahn machte jede Fahrt zur Rutschpartie.

Auch Fußgänger kämpften mit dem Blitzeis. Auf den Radwegen bildete sich ebenfalls ein Eispanzer. Passanten rutschten gefährlich herum. 

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