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Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen
Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten
26.05.16, 0:00 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016
Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.
„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.
Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.
Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.
Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.
Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:
Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn
- Beamte kontrollieren Reisebus
- Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
- Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
- Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
- Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
- Postbus wird kontrolliert
- Totale Kontrollstelle und Rastplatz
- Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
- Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
- O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
- O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“
Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt
- Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
- Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
- Polizist schreibt Protokoll
- ziviler Videowagen der Polizei
- Beamte schreiben Protokoll an Notebook
- Videowagen auf Autobahn unterwegs
- Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
- Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
- Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
- O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
- O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“
Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt
- Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
- Lkw-Fahrer wird verwarnt
- Fahrerkarte wird ausgelesen
- Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
- O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
- O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
- O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
- O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“
Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus
- Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
- Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“
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Schrotthaufen bei Abfallentsorger brennt lichterloh – Explosionen zu hören – Viele Feuerwehrleute im Einsatz – Stinkender Rauch zieht Richtung Stadtgebiet – Bevölkerungs-Warnung ausgelöst – Einsatzkräfte müssen Brandgut für Löscharbeiten mühsam...
Aufwendige Löscharbeiten dauern am Sonntagmorgen weiter an
03.05.26, 08:05 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 23:00 Uhr
Ort: Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen
(jb) Bei einem Entsorgungsunternehmen in Mönchengladbach-Neuwerk ist in der Nacht zu Sonntag ein Großbrand ausgebrochen. Ein Schrotthaufen hatte Feuer gefangen. Der Brand wurde gegen 0:00 Uhr gemeldet. Flammen und Rauch waren weithin sichtbar. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalten sich aufwendig. Anwohner hörten wiederholt kleinere Explosionen von dem Gelände. Die Feuerwehr führte Messfahrten im Stadtgebiet durch. Über die NINA-App erfolgte eine offizielle Warnung vor Rauchgasen. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Zur Bekämpfung der Glutnester zog die Feuerwehr den brennenden Haufen mit schwerem Gerät auseinander. Der Einsatz dauert auch am Morgen noch an.
Unwetter entladen sich am Samstagabend – Massive Shelf-Cloud verdunkelt schlagartig den Himmel (on tape) – Frühjahrskirmes geräumt und vorzeitig geschlossen – Unterführungen geflutet und unpassierbar – Wassermassen dringen in viele Keller ein –...
Einsatzkräfte kämpfen gegen die Wassermassen - weitere Orte in der Umgebung betroffen
02.05.26, 21:07 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 20:30 Uhr
Ort: Krefeld, Nordrhein-Westfalen
(jb) Heftige Gewitter mit Starkregen haben am Samstagabend in Krefeld für Land unter gesorgt. Wie zuvor durch Unwetterwarnungen angekündigt, entluden sich gegen 20:30 Uhr schwere Unwetter über der Stadt. Die Krefelder Frühjahrskirmes musste aufgrund der Wetterlage vorzeitig geräumt und geschlossen werden. Im Stadtgebiet liefen Unterführungen voll und wurden unpassierbar. Zudem drang das Wasser in viele Keller ein. Die Feuerwehr Krefeld befindet sich am Abend im Vollalarm; alle verfügbaren Einheiten sind im Einsatz, um die Wassermassen aus Gebäuden und von Verkehrswegen zu pumpen. Die Einsatzkräfte arbeiten die Vielzahl der Notrufe derzeit priorisiert ab.
Angeblicher Waffen-Alarm – Mann meldet fingierte Bedrohung mit Schusswaffe – Polizei riegelt Bahnhof und Klinik-Zufahrt weiträumig ab – Rettungswagen müssen zeitintensive Umwege zur Klinik fahren – Passanten sitzen im abgesperrten Bahnhof fest – Beamte...
Dem Verursacher drohen nun Rechnungen für Einsatzkosten in Höhe von mehreren tausend Euro
02.05.26, 21:06 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 18:00 Uhr
Ort: Sulzbach, Regionalverband Saarbrücken, Saarland
(jb) Ein alkoholisierter Mann hat am Samstagabend gegen 18:00 Uhr einen Polizeieinsatz am Bahnhof in Sulzbach ausgelöst und damit Teile des Ortes lahmgelegt. Der Mann hatte über Notruf gemeldet, dass er aus einer Wohnung gegenüber dem Bahnhof mit einer Schusswaffe bedroht werde. Aufgrund der gemeldeten Bedrohungslage rückte die Polizei mit zahlreichen Streifenwagen aus und sperrte den Bereich um den Bahnhof sowie die Straße „An der Klinik“ weiträumig ab. Da die direkte Zufahrt zur Autobahn A623 blockiert war, mussten Rettungswagen auf dem Weg zur Klinik Sulzbach zeitintensive Umwege über Dudweiler fahren. Zudem saßen Passanten am Bahnhof fest, da das Gebäude weder betreten noch verlassen werden konnte. Vor Ort stellte sich die Situation jedoch schnell als haltlos heraus. Die Beamten konnten in der Wohnung niemanden antreffen und fanden keinerlei Hinweise auf eine Waffe. Stattdessen stellten sie fest, dass der Anrufer stark unter Alkoholeinfluss stand. Eine tatsächliche Gefahr für die Öffentlichkeit bestand zu keinem Zeitpunkt. Die Polizei prüft nun den genauen Hintergrund des Anrufs. Dem Verursacher drohen nach diesem Einsatz empfindliche Konsequenzen, da ihm die Kosten des Großeinsatzes in Höhe von mehreren tausend Euro in Rechnung gestellt werden können.
Mercedes-Fahrerin gerät auf B12 plötzlich in den Gegenverkehr – Frontal-Kollision katapultiert Wagen in dritten Pkw – 38-jähriger Audi-Fahrer verstirbt eingeklemmt am Unfallort – Unfallverursacherin schwebt in Lebensgefahr – Drei Helikopter und...
B12 blieb für die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme insgesamt fünf Stunden lang voll gesperrt
02.05.26, 18:25 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 14:30 Uhr
Ort: Wildpoldsried, Landkreis Oberallgäu, Bayern
(jb) Schwerer Unfall auf der B12 bei Wildpoldsried am Samstagnachmittag. Ein 38-jähriger Audi-Fahrer kam bei der Kollision ums Leben. Die 48-jährige Unfallverursacherin schwebt in Lebensgefahr. Gegen 14:15 Uhr war die 48-jährige Fahrerin eines Mercedes aus bislang ungeklärter Ursache nach links in den Gegenverkehr geraten. Dort prallte sie frontal mit dem Audi des 38-Jährigen zusammen. Der Mercedes geriet daraufhin ins Schleudern und kollidierte zusätzlich mit einem entgegenkommenden VW einer 54-jährigen Frau. Der Audi-Fahrer wurde in seinem Wrack eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die schwerstverletzte Mercedes-Fahrerin sowie zwei leichtverletzte Insassen des VW wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Neben einem Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehren waren zwei Rettungshubschrauber sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde auf Anordnung ein Gutachter hinzugezogen. Die B12 blieb für die Rettungs- und Bergungsarbeiten insgesamt fünf Stunden lang gesperrt. Alle drei beteiligten Fahrzeuge wurden bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt.
Biker (23) verliert auf kurvenreicher Strecke Kontrolle über Maschine und stürzt - Trotz schnellem Rettungseinsatz kommt jede Hilfe zu spät - Rettungshubschrauber im Einsatz
L76b über Stunden gesperrt - Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern noch an
02.05.26, 18:22 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 15:00 Uhr
Ort: Gernsbach, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg
(jb) Auf der L76b in Höhe Gernsbach-Reichental hat sich am Samstagnachmittag ein schwerer Motorradunfall ereignet. Gegen 15:00 Uhr kam ein 23-jähriger Motorradfahrer aus bislang ungeklärter Ursache alleinbeteiligt in einer Kurve von der Fahrbahn ab und stürzte. Trotz des schnellen Eintreffens von Rettungsdienst und einem Rettungshubschrauber verstarb der Fahrer noch an der Unfallstelle. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab. Die Landstraße musste für die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden.
Gewitterwolken entladen sich am Nachmittag - Sonniges Mai-Wochenende endet schlagartig - Starkregen und Gewitter sorgen für Aquaplaning-Unfall auf A42 - Rettungshubschrauber im Einsatz - Autobahn komplett gesperrt
Weitere Unwetter für den Abend angekündigt
02.05.26, 16:40 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 16:00 Uhr
Ort: Moers und Rheinberg, Landkreis Wesel, Nordrhein-Westfalen
(jb) Am Niederrhein hat am Nachmittag ein plötzlicher Wetterumschwung eingesetzt. In Moers und Rheinberg kühlte es schlagartig ab, nachdem am Nachmittag noch sonniges Wetter bei 25 Grad herrschte. Innerhalb kurzer Zeit zogen dunkle Wolken auf, gefolgt von Gewittern und kurzfristigem Starkregen. Bereits am Nachmittag zogen erste Unwetter durch die Region. Auf der A42 bei Moers kam es infolge von Aquaplaning zu einem Unfall. Ein Rettungshubschrauber landete am Nachmittag auf der Fahrbahn. Die Autobahn musste voll gesperrt werden. Für den Abend sind landesweit zusätzliche Unwetter angekündigt.
Feuer bei Jüterbog weitet sich massiv aus – Am Nachmittag brennen bereits über 30 Hektar Wald (Flammen on tape) – Direkte Brandbekämpfung wegen Explosionsgefahr unmöglich (Ausgebrannte Munition on tape) – Riegelstellung in munitionsfreien Zonen...
Brand betraf am Freitag noch 2,5 Hektar Fläche – Areal am Alten Lager gilt aufgrund der militärischen Altlasten als extrem gefährliches Einsatzgebiet
02.05.26, 14:01 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 14:00 Uhr
Ort: Jüterborg, Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg
(jb) Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog hat sich in der Nacht zu Samstag massiv ausgeweitet. Nach aktuellen Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten brennen mittlerweile über 30 Hektar Wald. Am Freitag waren es noch 2,5 Hektar. Da das Gelände stark mit alter Munition belastet ist, bleibt eine direkte Brandbekämpfung für die Einsatzkräfte weiterhin unmöglich. Die Feuerwehr konzentriert sich am Samstagnachmittag darauf, das Feuer in Schach zu halten. Hierzu wurde in Gebieten, die als munitionsfrei gelten, eine Riegelstellung aufgebaut. Diese soll ein weiteres Übergreifen der Flammen auf angrenzende Flächen verhindern. Die starke Rauchentwicklung ist weiterhin sichtbar. Anwohner in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark sind weiterhin aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. In weiten Teilen Brandenburgs herrscht mit der Stufe 4 von 5 derzeit eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
Kurzes Sommer-Intermezzo – Hamburg knackt 28-Grad-Marke am bislang wärmsten Tag des Jahres – Elbstrand und Parks voll belegt – Wetterdienst warnt vor heranziehender Gewitter-Front am Abend
Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen in der Nacht – Unbeständige Lage am Sonntag bei fallenden Temperaturen
02.05.26, 12:08 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 12:00 Uhr
Ort: Hamburg
(jb) Die Hansestadt Hamburg erlebt an diesem Samstag den bisher wärmsten Tag des Jahres. Nach dem Maifeiertag zieht es bei Temperaturen von bis zu 28 Grad zahlreiche Menschen ins Freie. Der Elbstrand ist bereits voll belegt. Viele Hamburger nutzen Parks zum Grillen oder die Alster für einen Ausflug. Die sommerliche Phase ist jedoch nur von kurzer Dauer. Für den Samstagabend warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor heranziehenden starken Gewittern von der Elbe her. In der Nacht zum Sonntag muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Am Sonntag liegen die Temperaturen noch bei bis zu 25 Grad, bleiben aber durch die Gewitterlage unbeständig.
Flächenbrand frisst sich über 2,5 Hektar – Akute Gefahr durch Altmunition verhindert direkten Löscheinsatz – Überwachung des Brandherdes per Drohne – Feuer wohl innerhalb angelegter Schutzstreifen isoliert – Brandenburgweit Warnstufe 4 in zehn Landkreisen
Einsatzkräfte planen für heute eine neue Lagebewertung auf dem berüchtigten ehemaligen Truppenübungsplatz
02.05.26, 11:18 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026
Ort: Jüterborg, Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg
(jb) Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“ bei Jüterbog ist am Freitagnachmittag ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer erstreckt sich über eine Fläche von rund 2,5 Hektar. Da das betroffene Gebiet stark mit Altmunition belastet ist, können die Einsatzkräfte nicht direkt an den Brandherd heranrücken. Die Feuerwehr beobachtet die Lage stattdessen aus der Luft per Drohne. Das Feuer befindet sich aktuell innerhalb speziell angelegter Schutzstreifen, die eine weitere Ausbreitung verhindern sollen. Für den Samstagvormittag ist eine neue Bewertung der Lage geplant.
Wal wurde am Morgen in die Freiheit in der Nordsee entlassen - wochenlange Rettungsversuche enden durch Einsatz privater Initiative - Wal bläst kurz nach Freilassung und schwimmt davon (on tape)
Peilender soll nun Aufschluss über weitere Aktivität geben
02.05.26, 09:47 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 09:00 Uhr
Ort: Nordsee, Europa
(jb) Der seit März in der Ostsee festsitzende Buckelwal „Timmy“ ist seit Samstagmorgen wieder in Freiheit. Gegen 09:00 Uhr verließ das Tier die schwimmende Barge, die ihn im Schlepptau des Schiffes „Fortuna B“ in Richtung Atlantik transportierte. Nach dem Verlassen seines „Reisebettes“ tauchte Timmy kurz neben dem Begleitschiff auf, stieß eine Fontäne aus und verschwand anschließend im offenen Meer. Um den weiteren Weg des Wals verfolgen zu können, statteten die Retter ihn zuvor mit einem Peilsender aus. Damit können die Initiatoren der Aktion nun genau beobachten, ob das Tier den Weg in Richtung Nordsee und Atlantik findet. Ob Timmy das Becken komplett eigenständig verließ oder dabei Unterstützung erhielt, ist derzeit unklar. Die Odyssee des Buckelwals begann am 3. März 2026, als er erstmals im Hafen von Wismar gesichtet wurde. Nach wochenlangen Rettungsbemühungen befindet sich der Wal nun wieder in seinem natürlichen Element.
Tödliches Überholmanöver – Opel prallt mit dem Dach gegen mehrere Bäume – Nicht angeschnallter Fahrer auf Beifahrerseite unter Wrack eingeklemmt – Opfer stirbt noch an der Unfallstelle – 50 Feuerwehrkräfte mit Spezial-Winde im Bergungseinsatz –...
Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang in der langgezogenen Linkskurve aufgenommen
02.05.26, 04:05 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 00:00 Uhr
Ort: Lilienthal-Sankt Jürgen, Landkreis Osterholz, Niedersachsen
(jb) In der Nacht zu Samstag ist es in Lilienthal, im Ortsteil Sankt Jürgen, zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Gegen Mitternacht kam ein Opel in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Zuvor hatte der Fahrer nach ersten Erkenntnissen ein anderes Fahrzeug überholt. Der Wagen kippte auf die Seite und prallte mit dem Dach gegen mehrere Bäume. Der Fahrer war zum Unfallzeitpunkt offenbar nicht angeschnallt. Er wurde auf der Beifahrerseite unter seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Rund 50 Einsatzkräfte von drei verschiedenen Feuerwehren waren vor Ort. Um den Verunglückten zu bergen, setzte die Feuerwehr eine Winden-Technik ein, um das instabile Wrack zu sichern. Für die Dauer der Unfallaufnahme leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle weiträumig aus. Die betroffene Straße blieb für den Verkehr über mehrere Stunden vollständig gesperrt.
Fünf junge Männer rasen in Rechtskurve gegen Zaun – Fahrzeug wird zurückgeschleudert und fängt sofort Feuer – 20-jähriger Fahrer durch Aufprall und Flammen schwer verletzt – Vier Insassen mit leichtem Verletzungen im Krankenhaus – Unfallteam sichert...
Bökenbuschstraße musste für die Bergungsarbeiten über mehrere Stunden voll gesperrt werden
02.05.26, 03:56 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 23:00 Uhr
Ort: Velbert, Landkreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen
(jb) In Velbert ist am späten Freitagabend ein BMW schwer verunglückt und vollständig ausgebrannt. Der Wagen war gegen 23:00 Uhr mit fünf jungen Männern im Alter zwischen 19 und 21 Jahren auf der Bökenbuschstraße talwärts unterwegs. Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kam das Fahrzeug in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab. Der BMW prallte zunächst gegen den Bürgersteig und dann gegen einen Zaun. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw zurück auf die Straße geschleudert, blieb auf der Seite liegen und fing sofort Feuer. Der 20-jährige Fahrer erlitt durch den Unfall und das Feuer schwere Verletzungen. Die vier weiteren Insassen wurden leicht verletzt. Alle Beteiligten wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Anwohner berichteten vor Ort, dass Raser auf dieser Strecke trotz Tempolimit 50 und Überholverbot an der Tagesordnung seien. Erst vor drei Jahren sei der Zaun an derselben Stelle bei einem Unfall beschädigt worden. Die Polizei setzte ein spezielles Unfallaufnahmeteam (VU-Team) ein, um die Spuren zu sichern. Es entstand hoher Sachschaden. Die Bökenbuschstraße blieb für die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt.
2000 Quadratmeter Unterholz in der Dellbrücker Heide stehen in Flammen – Feuer weitet sich durch Trockenheit rasant aus – Drohnen-Einheit spürt versteckte Glutnester aus der Luft auf – Erstmaliger Einsatz neuer Löschrucksäcke – 65 Retter mit 18...
Feuerwehr warnt aufgrund aktueller Trockenheit eindringlich vor Waldbrandgefahr
02.05.26, 03:48 Uhr
Datum: Samstag, 02. Mai 2026, 19:00 Uhr
Ort: Köln, Nordrhein-Westfalen
(jb) In der Dellbrücker Heide in Köln kam es am Freitagabend zu einem ausgedehnten Flächenbrand auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern. Gegen 19:00 Uhr meldeten Zeugen brennendes Unterholz zwischen dem Höhenfelder Mauspfad und dem Lupinenweg. Da sich das Feuer aufgrund der Trockenheit der vergangenen Tage schnell ausbreitete, erhöhte die Leitstelle das Alarmstichwort auf „Feuer Wald“. Die Feuerwehr setzte zur Erkundung des weitläufigen Areals eine Drohnen-Einheit ein. Die Brandbekämpfung erfolgte mit mehreren Strahlrohren gleichzeitig. Zum ersten Mal kamen bei einem Flächenbrand in Köln zudem neu angeschaffte Löschrucksäcke zum Einsatz. Mit diesen konnten Einsatzkräfte am Boden gezielt Glutnester ablöschen, die zuvor aus der Luft aufgespürt worden waren. Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen vor Ort. Gegen 21:15 Uhr war das Feuer gelöscht, die Aufräumarbeiten endeten gegen 22:00 Uhr. Angesichts der aktuellen Waldbrandgefahrenstufe warnt die Feuerwehr erneut vor den Gefahren durch Grillen oder Rauchen in der Natur.
Teilnehmerrekord bei sechs Demonstrationen in der Hansestadt – Polizei mit Großaufgebot und Wasserwerfern im Einsatz – „Revolutionäre Demo“ zieht mit 3.500 Menschen Richtung Reeperbahn – Teilnehmer zünden massiv Pyrotechnik und Bengalos – Polizist...
Trotz phasenweise angespannter Stimmung beendete die Polizei den Großeinsatz am späten Abend ohne größere Ausschreitungen
02.05.26, 03:35 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, ab 16:30 Uhr
Ort: Hamburg
(jb) Am Freitag sind in Hamburg rund 21.000 Menschen bei insgesamt sechs verschiedenen Demonstrationen zum 1. Mai auf die Straße gegangen. Das waren etwa 5.000 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Die zentrale „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ startete gegen 16:30 Uhr am Bahnhof Altona und erreichte in der Spitze rund 3.500 Teilnehmer. Der Aufzug bewegte sich über die Max-Brauer-Allee und die Holstenstraße in Richtung Reeperbahn. Die Polizei begleitete das Geschehen mit einem Großaufgebot und Wasserwerfern. Der Demonstrationszug musste mehrfach stoppen, da Teilnehmer gegen das Vermummungsverbot verstießen. Zudem wurde wiederholt Pyrotechnik in Form von Bengalos und rotem Rauch gezündet. Ein Polizist wurde im Verlauf des Einsatzes von einem Farbbeutel getroffen. Trotz einer phasenweise angespannten Stimmung blieb die Lage laut Polizei weitgehend friedlich. Die letzte Versammlung endete am späten Abend im Bereich Reeperbahn und Königstraße. Der gesamte Polizeieinsatz wurde gegen 22:30 Uhr beendet.
Segelflugzeug stößt in der Luft mit Motorflugzeug zusammen - beide Flugzeuge stürzen auf Wiese ab - Ein Pilot stirbt, der Zweite kann sich mit Fallschirm retten - Absturzstelle weiträumig abgesperrt
Großes Aufgebot an Rettungskräften im Einsatz
01.05.26, 14:38 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 12:40 Uhr
Ort: Baden Baden, Baden-Württemberg
(jb) Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Motorflugzeug und einem Segelflieger kam es am Freitagmittag in der Nähe von Baden-Baden. Gegen 12:40 Uhr war es aus noch nicht geklärten Gründen zu dem tragischen Unfall gekommen, bei dem beide Leichtflugzeuge zusammengestoßen sind. Sowohl der Segelflieger als auch das Motorflugzeug waren nach ersten Erkenntnissen mit jeweils einer Person besetzt. Ein Pilot stirbt, der zweite konnte sich mit einem Fallschirm retten. Die Absturzstelle befindet sich auf einer Wiese nahe des Flugplatz Baden-Oos. Aktuell sind Rettungskräfte verschiedener Hilfsorganisationen und ein Großaufgebot der Polizei vor Ort.
Medizinischer Notfall bei offizieller Führung am Feiertag in Falkensteiner Höhle – Notfall-Ort hinter Lehmwänden im tiefen Höhlensystem – Weg zum Patienten dauert anderthalb Stunden – Höhenunterschiede erschweren Bergung massiv – Spezialisten von...
Rettungskräfte prüfen am Mittag Transportfähigkeit der verunfallten Person
01.05.26, 14:11 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 10:30 Uhr
Ort: Grabenstetten, Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg
(jb) An der Falkensteiner Höhle läuft seit Freitagmorgen ein großangelegter Rettungseinsatz. Gegen 10:30 Uhr ging ein Notruf über einen medizinischen Notfall innerhalb der Höhle ein. Eine Person aus einer offiziell angemeldeten Führung verunfallte im Bereich der sogenannten Lehmwände, etwa 1.300 Meter tief im Höhlensystem. Der Einsatz gestaltet sich aufgrund der topographischen Lage und der Bedingungen unter Tage als äußerst schwierig. Ein Notarzt sowie Spezialisten der Höhlenrettung und Bergwacht sind bereits in die Höhle eingestiegen. Laut Bürgermeister Patrick Docimo (Gemeinde Grabenstetten) dauert allein der Weg zum Patienten etwa anderthalb Stunden. In dem betroffenen Bereich müssen zudem Höhenunterschiede von mehreren Metern überwunden werden. Die Feuerwehr sichert das Gelände oberirdisch ab, während die Polizei den Bereich verkehrsrechtlich absperrt. Die Rettungskräfte greifen bei dem Einsatz auf einen speziellen Alarmierungsplan zurück, der nach einem früheren Großeinsatz zum 1. Januar 2026 neu erarbeitet wurde. Dieser Plan regelt die Koordination zwischen Feuerwehr, Bergwacht und Höhlenrettung in mehreren Stufen. Wie lange die Rettung andauern wird, ist derzeit unklar. Der Zustand der Person und die Transportfähigkeit müssen vor Ort erst beurteilt werden. Seit 2018 ist der Zugang zur Falkensteiner Höhle wegen der Gefahr plötzlicher Hochwasser offiziell verboten und nur mit Ausnahmegenehmigung der Gemeinde Grabenstetten möglich. Bei der betroffenen Gruppe handelte es sich um eine rechtmäßig genehmigte Tour.
DGB-Aufzug läuft durch die Stadt – Gewerkschaften zeigen sich in aktuellen Tarifkonflikten kämpferisch – Demo-Zug unter Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ zieht zum Fischmarkt – Linke Gruppierungen rufen zu Nachmittags-Protesten auf – Bündnis...
Die Polizei bereitet sich auf weitere Versammlungen und potenzielle Ausschreitungen im Verlauf des Nachmittags vor
01.05.26, 12:27 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 11:00 Uhr
Ort: Hamburg
(jb) In Hamburg fanden heute die Demonstrationen zum Tag der Arbeit statt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) startete seinen Aufzug um 10:30 Uhr am S-Bahnhof Ottensen. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ zogen die Teilnehmer zum Fischmarkt für eine abschließende Kundgebung. Die Gewerkschaften zeigten sich angesichts aktueller Tarifkonflikte bei der Postbank und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein kämpferisch. Für den Nachmittag sind weitere Proteste linker Gruppen angekündigt. Ab 14:30 Uhr demonstriert das Bündnis „Wer hat, der gibt“ am Jungfernstieg unter der Forderung „Geld ist da – Ran an die Reichen“.
Massive Preiserhöhung pünktlich um 12 Uhr in Premnitz – Steuerliche Entlastung von 17 Cent innerhalb weniger Stunden weggeschmolzen – Diesel-Preis springt von 2,04 Euro zurück auf 2,21 Euro – Gesetzliches Zeitfenster für Preisanpassung ausgenutzt
Da Tankstellen Preise nur einmal täglich erhöhen dürfen, wurde der Mittag für den massiven Preissprung genutzt
01.05.26, 12:17 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 12:00 Uhr
Ort: Premnitz, Landkreis Havelland, Brandenburg
(jb) An einer Tankstelle in Premnitz sind die Spritpreise am Freitag pünktlich um 12:00 Uhr massiv angestiegen. Damit wurde die steuerliche Entlastung, die erst um Mitternacht in Kraft getreten war, innerhalb weniger Stunden futsch. In der Nacht war der Dieselpreis infolge der Steuersenkung zunächst um 17 Cent auf 2,04 Euro gesunken. Exakt zur gesetzlich einzig erlaubten täglichen Preiserhöhung um 12:00 Uhr stieg der Preis wieder um genau diese Summe an. Der Liter Diesel kostete damit wieder 2,21 Euro. Da Tankstellen in Deutschland ihre Preise pro Tag nur einmalig erhöhen, aber unbegrenzt oft senken dürfen, wurde das Zeitfenster am Mittag direkt für den Preissprung genutzt. Die gesamte Steuerersparnis der Bundesregierung wurde somit an dieser Station bereits am ersten Tag des Inkrafttretens durch die Preisanpassung zunichtegemacht.
Unbekannte zerstören Baum auf Sportplatz kurz vor dem Aufstellen – Feuerwehr-Chef entdeckt Vandalismus am Morgen – Ehrenamtliche Helfer nach stundenlanger Vorbereitung tief verärgert (im O-Ton) – Zweite Attacke in Folge nach Baum-Diebstahl im Vorjahr
Feuerwehr berät derzeit über eine Absage der feierlichen Aufstellung
01.05.26, 10:14 Uhr
Datum: Freitag, 01. Mai 2026, 09:00 Uhr
Ort: Havelsee, Landkreis Potsdam Mittelmark, Brandenburg
(jb) In Fohrde haben Unbekannte in der Nacht zum 1. Mai den traditionellen Maibaum beschädigt. Die Täter schnitten die Krone des Baumes ab, der bereits auf dem Sportplatzgelände für die feierliche Aufstellung vorbereitet war. Heino Petig, Löschgruppenführer der Feuerwehr und Platzwart von Alemannia Fohrde, entdeckte den Schaden am Morgen. Die ehrenamtlichen Helfer waren verärgert. Bereits im Vorjahr wurde der Baum entwendet, konnte jedoch unbeschädigt in einem Gebüsch wiedergefunden werden. Durch das diesjährige Absägen der Krone ist eine normale Aufstellung des Baumes kaum noch möglich. Die Feuerwehrleute opferten bereits am Vortag mehrere Stunden für die Herrichtung des Baumes. Ob die Veranstaltung wie geplant stattfinden kann, ist derzeit noch ungewiss.
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