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Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen
Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten
26.05.16, 0:00 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016
Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.
„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.
Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.
Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.
Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.
Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:
Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn
- Beamte kontrollieren Reisebus
- Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
- Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
- Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
- Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
- Postbus wird kontrolliert
- Totale Kontrollstelle und Rastplatz
- Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
- Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
- O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
- O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“
Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt
- Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
- Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
- Polizist schreibt Protokoll
- ziviler Videowagen der Polizei
- Beamte schreiben Protokoll an Notebook
- Videowagen auf Autobahn unterwegs
- Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
- Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
- Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
- O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
- O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“
Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt
- Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
- Lkw-Fahrer wird verwarnt
- Fahrerkarte wird ausgelesen
- Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
- O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
- O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
- O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
- O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“
Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus
- Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
- Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“
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27-Jährige wird beim Überqueren von vielbefahrener Straße von Lkw erfasst und überrollt - Junge Frau erleidet schwerste Verletzungen
Frau wird unter dem Fahrzeug eingeklemmt, Feuerwehr muss Lkw mit hydraulischem Gerät anheben
16.04.26, 09:14 Uhr
Datum: Donnerstag, 16. April 2026, ca. 08:30 Uhr
Ort: Krefeld-Uerdingen, Nordrhein-Westfalen
(ah) Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstagmorgen für erhebliche Behinderungen auf einer wichtigen Zufahrtsstraße zur B288 und zum Krefelder Hafen gesorgt. Ersten Angaben zufolge wollte eine 27-Jährige zu Fuß die vielbefahrene Straße überqueren, als der Fahrer eines Lkw, dessen Fahrzeug zunächst stand, aber dann aufgrund einer grünen Ampel anfuhr, die junge Frau offensichtlich nicht sah und sie überrollte. Die Frau wurde unter dem Lastwagen eingeklemmt; die Feuerwehr musste hydraulisches Gerät einsetzen, um das Fahrzeug anzuheben und die Frau zu befreien. Sie erlitt schwerste Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. Auch der Lkw-Fahrer musste aufgrund eines Schocks ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Ermittlungen zum Unfall laufen.
POL-H: Verkehrshinweise: Fußballspiel von Hannover 96 und Konzert sorgen am Samstag für erhöhtes Verkehrsaufkommen
POL-H: Südstadt: Fahrraddieb gefasst - Geschädigte und Zeugen gesucht!
Ameisen befallen Steuergerät von Ampelanlage und sorgen für mehrere Ampelausfälle an großer Verkehrskreuzung in Karlsruhe - zwei schwere Unfälle im April durch fehlende Lichtzeichen sind die Folge - mehrere Personen werden verletzt
Nach mehreren Ausfällen und zwei schweren Unfällen, hat der Betreiber nun die Ameisen-Ursache gefunden
15.04.26, 00:36 Uhr
Datum: Mittwoch, 15. April 2026
Ort: Karlsruhe, Baden-Württemberg
(ch) Ein Ameisen-Drama am Adenauerring in Karlsruhe hat in den vergangenen Tagen für eine ungewöhnliche Pannenserie und mehrere Verkehrsunfälle gesorgt. Was zunächst nach einer kuriosen Randnotiz klingt, entwickelte sich für Autofahrer zu einer ernsthaften Gefahr: Die Insekten hatten sich im Steuergerät einer Ampelanlage eingenistet und dort wiederholt technische Defekte ausgelöst.
Die Ampel fiel im April mehrfach aus – mit teils schweren Folgen. Bereits am 05.04.2026 sowie am 13.04.2026 kam es infolge der Ausfälle zu zwei schweren Unfällen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Am 05.04 überschlug sich während eines Ampelausfalls ein Kleinbus nach einem Zusammenprall mit einem querendem Auto - mehrere Menschen wurden verletzt. Auch am Montagabend ereignete sich ein weiterer Unfall: Zwei Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich, nachdem offenbar die Vorfahrt missachtet worden war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde eines der Autos gegen die Ampel geschleudert, zwei Personen erlitten Verletzungen.
Nach Angaben der Stadt war der Ameisenbefall im Inneren des Steuerkastens für die Störungen verantwortlich. Inzwischen wurde die Anlage gereinigt und bestmöglich gegen das Eindringen weiterer Insekten gesichert. Der Vorfall zeigt wie ein unscheinbarer Ameisenbefall schnell zur realen Gefahr im Straßenverkehr wird.
Wohnhaus steht in Flammen (ont tape) - Küchenbrand breitet sich rasend schnell aus - Dachstuhl brennt bei Eintreffen der Feuerwehr lichterloh - Bewohnerin unternimmt eigene Löschversuche und kommt mit Rauchgasvergiftung in Klinik – Löscharbeiten durch...
Winkelbungalow nach Feuer ausgebrannt
14.04.26, 22:59 Uhr
Datum: Dienstag, 14. April 2026, 20:20 Uhr
Ort: Lilienthal, Landkreis Osterholz, Niedersachsen
(th) Am Dienstagabend hat ein Feuer ein Wohnhaus in Lilienthal-Frankenburg komplett zerstört. Der Brand brach gegen 20:20 Uhr in der Küche des Winkel-Bungalows aus. Er breitete sich sehr schnell auf den gesamten Dachstuhl aus. Die Bewohnerin unternahm noch eigene Löschversuche. Sie kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.
Als die alarmierten Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Gebäude in den Nachthimmel. Die Bewohnerin hatte noch versucht, das Feuer selbst zu bekämpfen. Dabei atmete sie giftige Rauchgase ein. Der Rettungsdienst versorgte die Frau vor Ort und brachte sie anschließend in eine Klinik.
Die Löscharbeiten stellten für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung dar. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erschwerte den Einsatz erheblich. Auch die enge Bebauung am Ende der Sackgasse behinderte die Löscharbeiten.
Trotz des massiven Einsatzes der Feuerwehr brannte der Winkelbungalow vollständig aus. Das Haus ist nun unbewohnbar. Der entstandene Sachschaden ist beträchtlich. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Diese dauern aktuell noch an.
Mann stirbt bei verheerendem Gebäudebrand – in Waldstück liegendes Haus steht bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand – Großeinsatz für Rettungskräfte in ländlichem Vorort
Brandursache noch unklar – Kriminalpolizei ermittelt
14.04.26, 19:39 Uhr
Datum: Dienstag, 14. April 2026, 16:30 Uhr
Ort: Offenburg, Baden-Württemberg
(th) Bei einem verheerenden Brand in Offenburg-Zell-Weierbach ist am Dienstagnachmittag ein 61-jähriger Mann gestorben. Sein Fachwerkhaus in der Straße "Im Gosler" stand komplett in Flammen. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Lage äußerst schwierig. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache aufgenommen.
Gegen 16:30 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. „Bereits auf der Anfahrt konnte man eine massive Rauchentwicklung aus dem schmalen Weiherbachtal erkennen“, so Feuerwehrsprecher Wolfgang Schreiber. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das alte Fachwerkhaus bereits in Vollbrand. Die Flammen schlugen meterhoch in den Himmel. Eine riesige Rauchsäule war weithin sichtbar. Die Feuerwehr erhöhte daraufhin umgehend die Alarmstufe.
Für den 61-jährigen Bewohner kam jede Hilfe zu spät. „Er konnte beim Eintreffen der Feuerwehr noch gerettet werden, verstarb jedoch dann an der Unfallstelle“, bestätigte Schreiber. Der Einsatzort in einem Waldstück war für die Feuerwehrleute schwer zugänglich. Wolfgang Schreiber beschreibt die Problematik: „Wir sind hier im ursprünglichen Zellweiherbach mit alter Bausubstanz, Fachwerkhäusern, sehr enger Bebauung, einer schmalen Zugangsstraße.“ Lange Schlauchleitungen mussten verlegt werden.
Obwohl der Brand nach etwa 45 Minuten unter Kontrolle war, dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die späten Abendstunden an. „Das heißt aber nicht, dass er aus ist“, erklärte der Feuerwehrsprecher. Besonders die alte Bausubstanz mit Holz und Stroh-Lehm-Decken erschwerte die Arbeiten. Das Gebäude wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Die Kriminalpolizei hat den Brandort abgesperrt und die Ermittlungen aufgenommen. Auch Notfallseelsorger waren zur Betreuung von geschockten Nachbarn im Einsatz.
Lkw mit heißem Asphalt kommt von Straße ab und überschlägt sich auf Acker – Fahrer nur leicht verletzt – Aufwendige Bergung mit Kran und Bagger dauert Stunden – Umwelt-Einsatz wegen ausgelaufenem Diesel und Asphalt
Schwierige Bergung dauert Stunden – Lkw nur noch Schrottwert
14.04.26, 16:31 Uhr
Datum: Dienstag, 14. April 2026, 11:30 Uhr
Ort: Nerenstetten, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
(th) Ein schwerer Lkw-Unfall sorgte am Dienstag für eine stundenlange Vollsperrung. Bei Nerenstetten im Alb-Donau-Kreis war ein Lkw von der Straße abgekommen. Der mit heißem Asphalt beladene Laster überschlug sich. Der 29-jährige Fahrer wurde nur leicht verletzt. Auslaufender Diesel und heißer Asphalt lösten einen Umwelteinsatz aus. Die Bergung gestaltete sich äußerst aufwendig.
Der 29-jährige Fahrer war gegen 11:30 Uhr in Richtung Setzingen unterwegs. Nach dem Ortsende von Nerenstetten geriet sein Fahrzeug ins Schleudern. In einer Linkskurve kam der Lkw aus unbekannter Ursache nach rechts ins Bankett. Der Fahrer lenkte gegen, doch der Laster schleuderte erneut nach rechts. Das Vorderrad stach in einen Entwässerungsgraben ein. Daraufhin überschlug sich der Lkw und landete auf dem Dach in einem Acker.
Das Führerhaus wurde bei dem Unfall massiv eingedrückt. Der Fahrer hatte Glück im Unglück. Er konnte sich selbstständig und nur leicht verletzt aus dem Wrack befreien. Rettungskräfte brachten ihn zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr rückte an, da Kraftstoff aus dem Dieseltank lief. Gleichzeitig ergoss sich heißer Asphalt aus dem beschädigten Thermofass in den Acker.
Die Umweltbehörde des Landratsamtes ordnete das Ausbaggern des kontaminierten Erdreichs an. Die Bergung des Lkw dauerte fast sechs Stunden. Ein Mobilkran drehte den Laster zunächst auf die Seite. Feuerwehrleute und Bergungshelfer mussten den restlichen Asphalt entfernen. Eile war geboten, da das Material schnell aushärtet. An dem älteren Lkw entstand Totalschaden.
POL-H: Verkehrssicherheitsbericht 2025: Weniger Verkehrsunfälle, mehr Verkehrstote - Radfahrende besonders betroffen
Koalition beschließt Senkung der Energiesteuer
13.04.26, 22:24 Uhr
Datum: Montag, 13. April 2026, 22:00 Uhr
Ort: Rotenburg/Wümme, Niedersachsen
(et) Angesichts massiv gestiegener Kraftstoffpreise, befeuert durch internationale Konflikte, hat die Bundesregierung ein umfassendes Entlastungspaket für Autofahrer und Pendler auf den Weg gebracht. Kern der Maßnahmen ist eine temporäre Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel.
Um die Bürgerinnen und Bürger angesichts der hohen Spritpreise finanziell zu entlasten, hat sich der Koalitionsausschuss auf eine befristete Absenkung der Energiesteuer geeinigt. Laut aktuellen Beschlüssen soll die Steuer für einen Zeitraum von zwei Monaten um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt werden.
Doch bis die Entlastung greift, kann es noch dauern und so bewegen sich auch nach dem Beschluss die Preise für Benzin und Diesel auf sehr hohem Niveau, selbst an den freien Tankstellen ist kein Unterschied zu den Markentankstellen zu erkennen.
US-Präsident räumt erstmals ein, dass Ölpreise bis November auf Rekordniveau verharren könnten - Deutschen Verbrauchern und deutscher Wirtschaft droht demnach ein Sommer der Rekordpreise an der Tankstelle und den Energiekosten - Neuer Preisschock am...
Preise für Diesel und Benzin verharren aktuell auf hohem Niveau - Ölpreise vorbörslich am Montag bereits gestiegen, Gaspreise schnellen in die Höhe
13.04.26, 01:59 Uhr
Datum: Montag, 13. April 2026, 1 Uhr
Ort: Berlin
(ch) Seit rund sechs Wochen tobt der Krieg im Iran. Hatten die amerikanischen und iraelischen Streitkräfte anfangs von einem schnellen Einsatz über wenige Wochen gesprochen, so ist nun von einem Konflikt die Rede, der die Welt noch Monate beschäftigen könnte. Die ersten Auswirkungen haben die Deutschen bereits wenige Tage nach Kampfausbruch an den Tankstellen gemerkt - und sie leiden noch immer. Denn auch eine kurzfristige Gesetzesänderung vor Ostern brachte keine Erleichterung, stattdessen verharren die Benzinpreise auf Rekordniveau. Wer in der Nacht auf Montag tanken wollte, zahlte je nach Tankstelle in Berlin zwischen 2,28 Euro und atemraubenden 2,76 Euro. Der Liter Super E10 kostete zwischen 2,08 und 2,49 Euro. Vor Kriegsbeginn zahlte man noch rund 1,70 Euro.
Und dieser Preisschock dürfte anhalten. US-Präsident Trump räumte am späten Sonntagabend in einem FOX-Interview erstmals ein, dass die Ölpreise möglicherweise bis November hoch bleiben könnten: "Es könnte so sein oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben." Übersetzt könnte man auch sagen: Nichts genaues weiß man. Aber es wird, auch angesichts der amerikanischen Ankündigung zur Blockade der Straße von Hormuz deutlich: der deutschen Wirtschaft und den deutschen Verbrauchern könnte ein harter Sommer drohen. Und damit auch der Politik, die bislang noch keine Antwort auf die jetzige Situation gefunden hat. Der Ölpreis ist bereits vorbörslich wieder gestiegen, die europäischen Erdgaspreise gar um 20 Prozent.
Lufthansa- und Eurowings-Piloten streiken teils bis Dienstag - Flughafen Berlin-Brandenburg über deutsche Airlines damit kaum noch erreichbar - Passagiere reagieren auf erneute Streiks langsam genervt (on tape)
Bereits am Freitag waren viele Flüge ausgefallen, nun erneut knapp 120 Flüge betroffen
13.04.26, 01:23 Uhr
Datum: Montag, 13. April 2026, 01:15 Uhr
Ort: Flughafen Berlin-Brandenburg, Brandenburg
(ch) Wer nach den Osterferien vom BER aus in den Urlaub oder auf Geschäftsreise starten wollte, hat zum Wochenbeginn schlechte Karten. Am Flughafen Berlin Brandenburg ist um Mitternacht der nächste angekündigte Warnstreik beim Cockpitpersonal von Lufthansa und Eurowings angelaufen. Seit dem frühen Morgen kommt es zu Flugausfällen und spürbaren Einschränkungen im Flugbetrieb.
Bei Lufthansa sind am BER am Montag und Dienstag jeweils rund 20 Starts und Landungen betroffen. Gestrichen werden vor allem Verbindungen von und nach Frankfurt und München. Auch Passagiere von Eurowings müssen sich am Montag auf Ausfälle einstellen. Hier fallen ebenfalls knapp 40 Flüge aus, vorwiegend ebenfalls innerdeutsche Flüge sowie innerhalb Europas.
Die Vereinigung Cockpit hat Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa CityLine für Montag und Dienstag zum Ausstand aufgerufen. Bei Eurowings gilt der Warnstreik für den kompletten Montag. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen. Der Arbeitsausstand am Montag ist damit bereits der zweite binnen 72 Stunden, denn bereits am Freitag hatte die Lufthansa gestreikt.
Streik bei Lufthansa und Eurowings angelaufen - Über 80 Starts und Landungen gestrichen - Kunden sollen sich direkt bei den Airlines informieren
Letzte Flieger der Airlines starteten am Sonntagabend (on tape) - Menschenleere Check In-Counter
13.04.26, 00:41 Uhr
Datum: Montag, 13. April 2026, 00:00 Uhr
Ort: Flughafen Hamburg, Hamburg
(ch) Am Hamburger Flughafen ist der angekündigte Warnstreik beim Cockpitpersonal von Lufthansa und Eurowings angelaufen. Der Ausstand gilt seit 0.01 Uhr. Damit kommt es am Airport zu Flugausfällen und spürbaren Einschränkungen im Flugbetrieb. Die Vereinigung Cockpit hat Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa, dem Tochterunternehmen City Line und Lufthansa Cargo zu einem Streik von Montag um 0.01 Uhr bis Dienstag um 23.59 Uhr aufgerufen. Die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings sind für den kompletten Montag zum Warnstreik aufgerufen.
Für Hamburg hat der Streik bereits deutliche Folgen: Nach Angaben auf der Flughafen-Webseite sind bei Lufthansa am Montag insgesamt 42 Starts und Landungen der Verbindungen nach München und Frankfurt betroffen. Auch am Dienstag fallen demnach weitere Flüge aus. Zudem weist die Webseite des Flughafens für Montag 38 gestrichene Flüge von Eurowings aus.
Der Hamburger Flughafen bittet Passagiere mit gebuchten Flügen bei Lufthansa oder Eurowings, die von Ausfällen betroffen sind, sich direkt an die Fluggesellschaften zu wenden. Hintergrund des Warnstreiks sind die stockenden Tarifverhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit und Lufthansa. Die Airline reagierte auf den Streikaufruf mit deutlicher Kritik.
Spritpreis sinkt am späten Sonntagabend an mehreren Tankstellen im Kreis Karlsruhe plötzlich unter 2 Euro (1,98 Euro) - Autoschlangen an den Zapfsäulen im Kampf um den letzten Tropfen Sprit - E10 geht binnen weniger Augenblicke leer (on Tape) -...
Schnäppchen-Jagd nach gescheiterten Iran-Verhandlungen - Experten sehen weiter steigende Spritpreise voraus
12.04.26, 22:25 Uhr
Datum: Sonntag, 12. April 2026, 22:30 Uhr
Ort: Bruchsal - Forst, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg
(ch) Am späten Sonntagabend kam es im Landkreis Karlsruhe zu einem unerwarteten Ansturm auf mehrere Tankstellen. Grund dafür: Der Preis für E10-Benzin fiel plötzlich unter die Marke von zwei Euro – auf teils nur 1,98 Euro pro Liter.
Innerhalb kürzester Zeit bildeten sich lange Schlangen an den Zapfsäulen. Autofahrer versuchten mit wilden Fahrmanövern, sich schnell einen Platz an den begehrten E10-Säulen zu sichern.
Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Binnen weniger Minuten waren die E10-Tanks vieler Stationen leer. Wer zu spät kam, musste auf andere Kraftstoffe ausweichen: Viele Autofahrer tankten stattdessen Benzin für rund 2,04 Euro pro Liter – immerhin noch günstiger als in den Tagen zuvor.
Einige versuchten ihr Glück an anderen Tankstellen im Umkreis, doch auch dort wiederholte sich das gleiche Bild: kurzer Preisvorteil, schnelle Leere.
Die Situation könnte sich in den kommenden Tagen weiter zuspitzen: Nach dem Scheitern der Iran-Verhandlungen warnen Experten vor neuen Preissprüngen an den Zapfsäulen. Es sei mit starken Schwankungen zu rechnen, teils ist sogar von „Gier“ seitens der Mineralölkonzerne die Rede.
Für diejenigen, die das kurzfristige Schnäppchen nutzen konnten, beginnt die neue Woche immerhin etwas entspannter – alle anderen müssen sich wohl auf weiter steigende Preise einstellen.
Großbrand auf landwirtschaftlichem Anwesen in Wahlen – Über 200 Einsatzkräfte kämpfen gegen Feuer – Wasserknappheit und Einsturzgefahr erschweren Arbeiten – Spezieller Löschroboter erstmals im Saarland eingesetzt
Löscharbeiten dauern bis in die Nacht – Brandursache noch unklar – Keine Verletzten
12.04.26, 22:00 Uhr
Datum: Sonntag, 12. April 2026, 11:30 Uhr
Ort: Losheim am See, Landkreis Merzig-Wadern, Saarland
(th) Ein Großbrand auf einem Hof in Losheim-Wahlen hat am Sonntag einen Großeinsatz ausgelöst. Seit dem Vormittag kämpften über 200 Einsatzkräfte gegen die Flammen. Eine Lagerhalle mit rund 100 Strohballen und Holzhackschnitzeln stand in Vollbrand. Menschen oder Tiere wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Die Brandursache ist noch völlig unklar.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Ein einzelner Hydrant lieferte nicht genug Wasser für den Löschangriff. Örtliche Landwirte halfen deshalb mit ihren großen Tankwagen aus. Sie transportierten Wasser aus dem nahen Stausee zur Brandstelle. So konnten die Einsatzkräfte große Wasserbecken als Puffer füllen.
Die brennende Scheune ist stark einsturzgefährdet. Das Technische Hilfswerk musste das Gebäude aufwendig sichern. Ein Einsatz im Inneren war für Menschen zu gefährlich. Deshalb kam ein spezieller Löschroboter des Katastrophenschutzes zum Einsatz. Das Gerät bekämpfte gezielt Brandnester im Inneren des Gebäudes.
Wegen der starken Rauchentwicklung gab es eine Warnung für die Bevölkerung. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Messungen ergaben eine leichte Ammoniakbelastung in der Luft. Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten werden aber noch bis tief in die Nacht andauern.
Sportboot brennt mitten im Hamburger Hafen – Skipper kann sich gerade noch ans sichere Ufer retten, während sein Boot lichterloh in Flammen steht
Feuerwehr bekämpft Brand von Land und Wasser aus – Norderelbe höhe Hafencity kurzzeitig wegen dem treibenden Boot
12.04.26, 14:30 Uhr
Datum: Sonntag, 12. April 2026, 14:30 Uhr
Ort: Ort, Landkreis, Hamburg
(sg) In der Hamburger HafenCity ist am Sonntag das Sportboot "Schnecke" in Brand geraten. Nahe der Elbbrücken breiteten sich die Flammen nach ersten Erkenntnissen rasend schnell über das gesamte Boot aus. Dem Skipper gelang es noch, sich rechtzeitig ans sichere Ufer zu retten. Das brennende Sportboot trieb anschließend jedoch wieder auf die Elbe hinaus.
Die Feuerwehr leitete zunächst Löschmaßnahmen von der Kaimauer aus ein. Im weiteren Verlauf kamen auch Einsatzboote hinzu, die den Brand von der Wasserseite bekämpften. So konnte das Feuer sowohl vom Ufer als auch von der Elbe aus unter Kontrolle gebracht werden.
Der Bootsbesitzer wurde vom Rettungsdienst versorgt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.
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